Maria zu Ehren

SAARBURG-BEURIG. (red) Ein Pilgeramt mit Lichterprozession ist an Maria Himmelfahrt, 15. August, in der Pfarrkirche St. Marien in Saarburg-Beurig. Vielen ist die Marienkirche in Saarburg-Beurig bekannt.

1304 wurde die stillende Madonna nach der Überlieferung von einem gläubigen Müllerburschen im Treibholz der Saar gefunden. In Windeseile hatte es sich herumgesprochen. Und schon kamen die ersten Pilger. Zunächst entstand eine kleine Kapelle aus Lehm und Holz. Über 100 Jahre später - 1479 - ließ der Erzbischof und Kurfürst von Trier, Johann II. von Baden, eine Kirche aus Stein erbauen, sehr zur Freude der Pilger. Die gotische Kirche, wie sie heute zu sehen ist, hat Erzbischof Richard von Greiffenklau angeregt und deren Bau gefördert. In den Jahren 1512 bis 1529 wurde sie errichtet. Wieder war es ein Bischof, Erzbischof Lothar von Metternich, der die Initiative ergriff und 1609 die Betreuung der Pilger dem Franziskanerorden anvertraute. Was wäre aus der Initiative dieser Bischöfe geworden, hätten nicht die unzähligen Pilger darauf mit ihrem Vertrauen zur ‚Mutter der Barmherzigkeit‘ geantwortet? Die Sorgen und Nöte, die die Pilger in 700 Jahren mitbrachten, waren groß: Krankheiten, Hungersnöte und Kriege, die viel Leid über die Familien gebracht hatten. Und groß sind auch die Sorgen der Pilger von heute. Die Pfarrgemeinde St. Marien lädt für den 15. August zum Pilgeramt um 10.30 Uhr ein. In dieser Heiligen Messe werden die Kräuter gesegnet, die die Gläubigen mitbringen. Um 20.30 Uhr wird eine Marienandacht gehalten, in der ebenfalls die Kräuter gesegnet werden. Im Anschluss an die Andacht findet eine Lichterprozession statt.