Marode Straßen und Wirtschaftswege: Wincheringen geht das Geld aus

Marode Straßen und Wirtschaftswege: Wincheringen geht das Geld aus

Wo das Geld hernehmen für die Sanierung von Straßen und Wirtschaftswegen? Diese Frage treibt derzeit den Wincheringer Ortsgemeinderat um. Es geht um die Ortsdurchfahrt von Bilzingen, die Straße bis runter zum Kreisel und 90 Kilometer Wirtschaftswege.

Wincheringen. Marode Straßen und Wirtschaftswege zogen sich wie ein roter Faden durch die jüngste Sitzung des Wincheringer Ortsgemeinderates. Auf dem Plan des Landesbetriebes Mobilität (LBM) in Trier stehen als große Maßnahmen die Ortsdurchfahrt der L 134 und K 111 in Bilzingen und der Ausbau der L 134 bis zur B 419 am Kreisverkehr. Über Kosten kann Ortsbürgermeister Elmar Schömann noch nichts sagen, aber: "Es kommen sicherlich Gehwegbeiträge auf die Anlieger zu." Zu gegebener Zeit werden diese in einer Versammlung genau informiert. Mit einem Gehweg entlang der Wohnbebauung und neuer Straßenbeleuchtung soll der Weg ins Moseltal bis zum Kreisel sicherer werden. Wo es keine Wohnbebauung gibt, sollen breitere Bankette für Fußgänger angelegt werden. "Den Gehweg schätzen wir auf rund 70 000 Euro", sagt Schömann. Was ihn und seinen Rat mehr sorgt, ist der Zustand von 90 Kilometern Wirtschaftswegen. Die schlimmste Stelle ist dabei Zur Kimm: "Die 935 Meter sollen uns 175 000 Euro kosten."
Der Rat will prüfen, wie es billiger geht. Soll aber ein Zuschuss vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) fließen, muss bald ein Beschluss gefasst werden. Ursachen sind immer schwerere landwirtschaftliche Fahrzeuge, und: "Sogar 40-Tonner Sattelschlepper fahren diesen Weg als Abkürzung."
Der Ortschef appelliert an die Landwirte: "Geht sorgfältig mit unseren Wegen um, denn es ist Eigentum der Allgemeinheit." Die Kosten dafür stellen Wincheringen vor fast unlösbare Aufgaben. Bis zu 20 000 Euro kann auch der Abriss der Fuchslochbrücke kosten. Die wurde vor mehr als 60 Jahren einmal gebaut, um die Arbeit der Winzer bei der Traubenlese zu erleichtern. Längst ist ein anderer Weg gebaut und die Brücke rostete vor sich hin. "Die Brücke ist marode und seit Jahren gesperrt. Sie muss weg, bevor hier etwas passiert", erklärt Schömann. Jetzt ist die Ortsgemeinde auf der Suche nach einer möglichst kostengünstigen Lösung des Problems.Extra

Am 23. Oktober ist im Wincheringer Ortsteil Söst Wahltag. Amtsinhaber Ernst Steinmetz legt nach 20 Jahren in dieser Funktion sein Mandat nieder. Derzeit sind Ortsbürgermeister Elmar Schömann und der Rat auf der Suche nach Kandidaten, die acht Wochen vor diesem Termin gefunden sein müssen. doth

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