1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Marodes Dach der Siebenbornhalle in Mandern muss erneuert werden

Mandern : Undichtes Dach der Siebenbornhalle in Mandern muss erneuert werden

Bei starkem Regen läuft Wasser in die Dachkonstruktion und ins Halleninnere. Deshalb muss an der Siebenbornhalle in Mandern nachgebessert werden. Die Gemeinde kann allerdings auf hohe Zuschüsse hoffen – dank einer Nachricht aus Mainz.

Auf der Siebenbornhalle in Mandern ruht vielleicht ein guter Segen. Aber ganz bestimmt kein gutes Dach. Denn die 25 Jahre alte Halle muss jetzt zum dritten Mal eingedeckt werden, teilte Ortsbürgermeister Tim Kohley jüngst im Gemeinderat mit. Bei Sturm regne es durch, Wasser laufe in die Sparren. Zudem bilde sich innen Kondenswasser, erklärte Joachim Weber vom Trierer Büro CFW Ingenieure.

Das Dach, dessen Traglast durch die derzeitigen Ziegel ausgereizt ist, hängt durch und hat sogar für einen Knick gesorgt. „Das Dach hat nicht eine, sondern zwei Ebenen“, sagte Weber. Dazu sei das Ziegeldach „enorm schlecht“. In der Dachrinne sammle sich Ziegelsplitt. Das hat laut Kohley schon zu einem verstopften Kanal geführt. Der Ortschef sagte, in der Vergangenheit seien im Dach vermutlich minderwertige Ziegel verbaut worden. Das habe zu den jetzt auftretenden Schäden geführt. Sind die Arbeiten denn seinerzeit fachgerecht ausgeführt worden? „Teilweise nein“, sagte Weber zu dieser Frage eines Ratsmitglieds.

Wie könnte eine Lösung aussehen? Die Sparren können laut dem Fachmann verstärkt werden. Dann könnte das Dach mit Schiefer oder mit einem Stehfalzdach neu gedeckt werden. Zum Vergleich: Die bisherigen Ziegel wiegen rund 41 Kilogramm pro Quadratmeter, Schiefer etwas mehr als 30 Kilogramm, während ein Stehfalzdach mit acht Kilogramm pro Quadratmeter deutlich leichter und deshalb sinnvoller sei, sagte Weber. In ersten Wortmeldungen ließen die Ratsmitglieder erkennen, dass sie die Stehfalzvariante favorisieren.

Die Reparatur kostet die Gemeinde voraussichtlich netto 450 000 Euro, schätzte Weber. Für das Dach fallen in der Schiefervariante 336 000 Euro an. Ein neuer Schwingboden und ein neuer Tribünenbelag kosten 80 000 Euro. Diese Reparatur wird nötig, da auch von unten Feuchtigkeit ins Gebäude eindringt und der Boden dadurch Blasen wirft. Den Rest der Summe umfassen Kosten für das benötigte Gerüst, einen neuen Außenanstrich sowie Reparaturen an mehreren Türen. Die Stehfalzvariante wäre laut Kostenschätzung etwa 6000 Euro teurer.

Die Gewährleistung sei abgelaufen, sagte Kohley, so dass die Gemeinde die Sanierungskosten übernehmen müsse. Doch hat Mandern das Glück, dass der 850 Einwohner zählende Ort vom Landes-Innenministerium als Schwerpunktgemeinde anerkannt worden ist (siehe Info). Im Rahmen der Dorferneuerung können die Manderner daher mit einer Förderquote von bis zu 50 Prozent rechnen, sagte der Ortsbürgermeister.

„So wie es ist, kann es nicht bleiben. Wir müssen was machen“, sagte Kohley zu den ermittelten Schäden im Dach der Halle. Dabei warb er dafür, „keine Kompromisse“ einzugehen. „Es soll auf lange Zeit das letzte Mal sein, dass wir das Dach decken müssen.“

Wie geht es weiter? Der Gemeinderat wird sich in den kommenden Sitzungen erneut mit dem Thema befassen und dann auch Beschlüsse fassen. Kohley hofft, dass die Reparaturen bereits in den kommenden Sommerferien ausgeführt werden können, damit der Schulsport so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.