Mehr als 4000 Stimmen für Himmerod

Mehr als 4000 Stimmen für Himmerod

Im Internet haben sich 2418 Menschen und weitere 1600 auf dem Papier für den Erhalt des Klosters Himmerod ausgesprochen - als religiöses und kulturelles Gut, Ort der Zuflucht und Besinnung.

Großlittgen. Innerhalb weniger Tage haben 2418 Menschen die Online-Petition für das Kloster Himmerod unterzeichnet. Damit erklären sie ihre Bereitschaft, "ideell oder materiell, durch Ideen und Kontakte die Mönche im Kloster zu unterstützen." Hintergrund: Die Himmeroder Wirtschaftsbetriebe haben Insolvenz angemeldet, und der Konvent der Mehrerauer Zisterzienser wird in dieser Woche darüber entscheiden, ob das Kloster geschlossen wird. Dies wollen die Initiatoren dieser Online-Unterschriftenaktion um den Trierer Thomas Simon verhindern. Er vermeldet: "Pater Stephan ist mit den Unterschriften im Gepäck in der Abtei Wettingen-Mehrerau in Bregenz angekommen. Neben über 2400 Online-Unterzeichnungen wurden weitere 1600 Unterschriften in Himmerod und an anderen Orten gesammelt."
Befürworter aus allen Ländern


In fast allen Bundesländern sowie im Ausland gibt es Himmerod-Befürworter. Mit 132 kommen die meisten Stimmen aus Bettenfeld, gefolgt von Manderscheid (102).

"In der heutigen Zeit sind Orte, an denen man zur Ruhe kommen kann, wichtiger denn jemals zuvor", schreibt einer von ihnen. "Himmerod und der durch seine Mönche geprägte Geist lassen sich nicht ersetzen. Ich würde meine geistliche Heimat verlieren", kommentiert ein anderer. Als Ort der Zuflucht ist Himmerod besonders beliebt: "Mir persönlich ist das Kloster wichtig, weil die Mönche und die anderen Mitarbeiter dort für die Menschen arbeiten. Mir selbst wurde in schweren Zeiten geholfen, und so habe ich es auch bei anderen erlebt."
Irina Weiler schreibt: "Es wäre ein großer Verlust für das Kulturangebot für das sowieso schon strukturarme Umfeld." Auch Ingrid Förschner, Besitzerin der Burg Bruch, wird zitiert: "Meine Gäste, die den Eifelsteig gehen, verweise ich immer auf die Möglichkeit, im Kloster selber Unterkunft zu finden und einen kleinen Blick hinter die Kulissen dort zu werfen. Alle kommen immer begeistert am nächsten Tag zu mir und danken für diese Empfehlung."
Viele Unterzeichner legen Wert auf die jahrhundert alte Kultur und das in Himmerod angesammelte Wissen. Die Vorschläge zum Erhalt des Klosters reichen von der Gründung einer Laienbruderschaft bis hin zur Suche nach Angehörigen anderer Orden, die sich dort niederlassen würden. uq