Mehr als elf Freunde

Jede Menge Tricks und Kniffe sowie auch ein bisschen Muskelkater nehmen die 78 Kinder und Jugendlichen von sechs bis 15 Jahren mit aus der Ferien-Fußballschule in Tawern.

Tawern. (mok) Wer glaubt, dass bei einer Ferien-Fußballschule nur die Beinmuskulatur gestärkt wird, der kennt Didi Schacht noch nicht. Der Trainer der Frauenbundesliga-Mannschaft des SC 07 Bad Neuenahr, früher aktiv bei den Bundesligaklubs Schalke 04, Alemannia Aachen und Arminia Bielefeld, hat kürzlich bei der Fußball-Ferienschule in Tawern auch die Lachmuskeln der 78 Kinder und Jugendlichen sowie der Betreuer und Besucher gründlich trainiert. Beispiel gefällig? Am zweiten Trainingstag hat er versprochen: "Wenn Ihr die Latte trefft, mache ich Liegestützen." Die Gelegenheit ließen sich die Nachwuchsspieler nicht entgehen und trafen die Latte öfter als "Didi" lieb sein konnte. "110 Liegestütze, dat ist Wahnsinn", so sein ruhrpöttischer Kommentar dazu. Als Trainerinnen assistierten ihm Fußballerinnen seines Vereins. Unter anderem war Fußball-Welt- und Europameisterin Sandra Minnert zu Gast bei den Nachwuchskickern in Tawern.Steven Thurn und Christopher Clemens zeigten sich ganz begeistert von der Fußballschule: "Es macht Spaß", sagte Steven. "Didi" sei witzig, habe aber auch hin und wieder einen strengen Ton drauf, berichteten die beiden. Auch Josef Weirich, Vereins-Vorsitzender und Tawerner Ortsbürgermeister, ist erfreut: "Die Kinder sind begeistert."Morgens haben die Kinder, unter denen auch vier Mädchen waren, bei der Technikschulung die Feinheiten des Fußballspielens erlernt. Nachmittags konnten sie diese im Spiel umsetzen und ausprobieren. "Die Kinder sind fleißig und haben Spaß", sagte der Trainer. Und er lobte auch den SV Tawern: "Hier herrschen hervorragende Bedingungen." Dieses Lob dürfte auch den Jugendleiter im Bereich Fußball, Ralph Weber, gefreut haben. Die Idee, eine Fußballschule zu veranstalten, sei im vergangenen Jahr entstanden, als der SC 07 Bad Neuenahr beim 60. Jubiläum zum Gastspiel nach Tawern gekommen war. Im Nu sei die Schule ausgebucht gewesen. Aus Reihen des Vereins haben sich zudem viele freiwillige Helfer sofort bereit erklärt, die Freizeit zu unterstützen und zu betreuen. Bei einer positiven Bilanz strebe man auf jeden Fall eine Fortsetzung an, so Weber und Weirich.