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Mehr als nur eine Feuerwache: Neues Logistikzentrum für 34 Wehren entsteht in Saarburg - Verbandsgemeinde investiert 3,6 Millionen Euro

Mehr als nur eine Feuerwache: Neues Logistikzentrum für 34 Wehren entsteht in Saarburg - Verbandsgemeinde investiert 3,6 Millionen Euro

Der Verbandsgemeinderat hat am Dienstagabend der Planung für die neue Saarburger Feuerwache im Gewerbegebiet Saarufer zugestimmt. Mit dem Bau der Verkehrsanbindung könnte noch in diesem Jahr begonnen werden.

Saarburg. Thomas Henter, Partner des Architekturbüros Jäger, Henter, Weimann in Serrig, hat während der Sitzung des Verbandsgemeinderats am Dienstag die Planung des Büros für die neue Feuerwache vorgestellt. Sie sei, so der Architekt, das Ergebnis eines langen Abstimmungsprozesses zwischen Verwaltung, Feuerwehr und den Aufsichtsbehörden. "Ziel unserer Planung war es, ein Gebäude zu entwickeln, das als zentrale Einheit Aufgaben für alle Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde übernehmen kann", sagt Henter zur Einleitung. So sei ein funktionaler Bau entstanden, was sich auch in der Architektur widerspiegele.Zuschuss vom Land


Für den Bau, der samt Anbindung ans Gewerbegebiet Saarstraße knapp 3,6 Millionen Euro kosten soll, gibt es vom Land 1,1 Millionen Euro. Weitere 300 000 Euro erhofft sich die Verbandsgemeinde (VG) aus dem Verkauf des aktuellen Standorts der Feuerwache in der Heckingstraße. "Die VG muss so noch einen Betrag von etwa 2,2 Millionen Euro finanzieren", erklärt Bürgermeister Jürgen Dixius den Ratsmitgliedern.
Dem jetzt vorgesehenen Standort im Gewerbegebiet Saarufer war eine längere Suche vorangegangen, die sowohl Einsatzzeiten wie auch die Erreichbarkeit der neuen Wache berücksichtigen wollte (der TV berichtete mehrfach). Im Sommer wurden dann aus einer Insolvenzmasse heraus die beiden nebeneinander liegenden Grundstücke zum Preis von insgesamt 180 000 Euro gekauft, nachdem der Rat diesen Standort zuvor gebilligt hatte.
Die künftige Feuerwache hat zwei rechtwinkelig zueinander angeordnete Flügel, die über einen Zentralbau miteinander verbunden sind. Der Haupteingang ist auf der Rückseite, damit ausreichend Platz für die bislang geplanten zehn Garagen der Einsatzfahrzeuge ist.
Im zweigeschossigen Hauptbau sind eine Atemschutz-Werkstatt sowie eine Schlauchwerkstatt, Umkleidekabinen für Feuerwehrmänner und -frauen, Schulungsräume und die Leitzentrale untergebracht.
Bernhard Hein, Wehrleiter der VG Saarburg, lobt die Planung: "Hier entsteht ein neues Logistikzentrum für die 34 Wehren in der Verbandsgemeinde. Gerade die Atemschutz-Werkstatt und die Kontrollmöglichkeiten für die Feuerwehrschläuche, die beide gesetzlich vorgegeben sind, wurden gut im Konzept integriert." Hein geht davon aus, dass das geplante Gebäude den künftigen Anforderungen der Wehren genügt.
Die ersten Aufträge für die neue Feuerwehrwache wurden zwischenzeitlich auch schon vergeben. Das Architekturbüro Jäger, Henter, Weimann erstellt zurzeit die Planunterlagen für den Bauantrag. Die Tragwerksplanung erstellt das Büro Baumann in Trassem. Genauer geprüft wurde das Angebot des luxemburgischen Bauunternehmens Karp-Kneip, das dieses für den Bau der Anknüpfung an die B 51 abgegeben hat.
Da die Firma nicht hinreichend bekannt ist, mussten noch etliche Unterlagen in dem Bieterverfahren nachgereicht werden. Letztlich wurde ihr der Auftrag mit einem Volumen in Höhe von rund 324 000 Euro erteilt.Extra

Der Verbandsgemeinderat hat die Erhöhungen der Wasser- und Abwasserpreise, wie sie vom Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Werksausschuss empfohlen worden waren (der TV berichtete), beschlossen. Diskussionen gab es darüber, was Kanalsanierungen (in diesem Fall werden die Kosten durch Beiträge finanziert) und was Kanalerneuerungen (in diesem Fall müssen die Anlieger für die Kosten aufkommen) sind. Der Fraktionsvorsitzende der FWG, Mario Wolter, kritisierte die fehlende Rechtssicherheit in dieser Frage. Seine Fraktion ist der Meinung, dass unter Gerechtigkeitsaspekten genauer geprüft werden müsse, ob nicht zahlreiche als Sanierung eingestufte Vorhaben wie eine Erneuerung zu handhaben wären. Die Verwaltung sagte zu, diesen Punkt im kommenden Jahr noch einmal in den Gremien zu diskutieren. Einer Erhöhung der laufenden Entgelte für die Abwasserbeseitigungseinrichtungen hat die FWG-Fraktion nicht zugestimmt. itz