Mehr Bauland für Wasserliesch

Bis zu zehn Wohnhäuser und ein Mehrgenerationenhaus könnten in der Wasserliescher Römerstraße entstehen. Der Ortsgemeinderat hat diesen Plan zumindest mit der Verabschiedung des Investitionsprogramms auf den Weg gebracht.

Wasserliesch. Auf dem Areal in der Verlängerung der Wasserliescher Römerstraße stand einst eine Kleiderfabrik. Jetzt deutet ein Musterhaus an, dass hier einmal junge Familien bauen sollen. "Es wird Zeit, dass da etwas passiert", findet Ortsbürgermeister Thomas Thelen, denn damit wird das Brachgelände stark aufgewertet. Bis zu zehn Häuser und ein Mehrgenerationenhaus können dort gebaut werden und ihre Bewohner eine tolle Aussicht genießen. Durch Bekanntmachung bekommt der Bebauungsplan Rechtskraft.
Der dickste Brocken im Investitionsprogramm der Ortsgemeinde schließt sich direkt unterhalb an: Die Römerstraße, eine einzige Schlaglochpiste. "Da warten wir auf eine Zusage des Landes für einen Zuschuss", sagt Thelen, und das klang auch schon bei seinem Vorgänger Herbert Rausch so. Das Projekt mit Kanal- und Leitungserneuerung schlägt mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Frühestens 2016 kann damit begonnen werden, was für die Anlieger aber auch bedeutet, dass sie sich an den Kosten beteiligen müssen. Ein weiteres Baugebiet mit zehn möglichen Parzellen ist der zweite Bauabschnitt der Brache "Zwischen den Dörfern". Hier hat der Ortsgemeinderat zu einem drastischen Mittel gegriffen: Ein Baulandumlegungsverfahren durch das Vermessungs- und Katasteramt Westeifel-Mosel. "Dieser Schritt wurde nötig, weil zwei private Grundstücksbesitzer ihre Grundstücke nicht verkaufen wollen", erklärt Thelen. Bei der Offenlage des Projektes wurde auch kein Einspruch erhoben und beim Treffen mit den Eigentümern keine Einigung erzielt. "Jetzt wollen wir diesen Schwebezustand beenden", sagt der Ortschef. Der Rat gab ihm dabei einstimmig Rückendeckung. Einspruch ist aber immer noch möglich. Ortschef Thelen hofft zudem darauf, dass die Telekom der Gemeinde ein günstigeres Angebot für den Ausbau mit schnellen Internetleitungen vorlegt. Zurzeit liegen die Vorstellungen des Konzerns im sechsstelligen Bereich. "Wir forschen aber auch nach Alternativen", sagt Thelen.
Für den Wasserliescher Nachwuchs gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Von bislang neun Spielplätzen werden nur noch vier übrig bleiben. Diese sollen jedoch bereits im nächsten Jahr mit einem Investitionsaufwand von 30 000 Euro wesentlich attraktiver werden. Die Wahl fiel auf die Spielplätze In der Zehnt, Römerstraße, Im Seegarten und Am Sportplatz. Rostfreie, hochwertige Spielgeräte werden dort aufgestellt.
Auf dem Friedhof wird Platz für 24 Urnenreihengräber und ein neues Urnengrabfeld geschaffen. 15 000 Euro werden in diese Bestattungsmöglichkeiten gesteckt.
Mit 65 000 Euro soll der Platz mit Pavillon hinter der Kirche neu gestaltet werden. "Wünschenswert wäre hier auch eine Toilette", sagt Ortschef Thelen.
Bereits fertig ist die Freilegung der Gedenkstätte für die Opfer beider Weltkriege. Dafür gab es im Ort viel Lob. Im Frühjahr wird das Umfeld neu bepflanzt. doth