Mehr Betreuung gewünscht

BEUREN. Ganztagskindergarten und Friedhofsgestaltung sind die Themen, die in der Gemeinde Beuren derzeit die Runde machen. Doch auch Felsenschänke, Gewerbegebiet und Kirchenplatzgestaltung beschäftigen die Gemüter in der Ratssitzung.

Eine ganztägige Betreuung im Kindergarten tut offensichtlich auch in Beuren Not. Bei einer ersten Umfrage hatten sich lediglich die Eltern dreier Kinder für ein solches Angebot ausgesprochen. Doch eine aktuelle Ermittlung kommt für 2006 zu einem anderen Ergebnis. Demnach gibt es bei Eltern von 23 der gesamt 100 Kinder im Beurener Kindergarten ernste Absichten in dieser Richtung. Die Personalhoheit liegt laut Ortsbürgermeister Manfred Köhl bei der Kirche, doch in Sachen Verkostung ist die Gemeinde gefragt. Für ein Mittagessen der Kinder stehen drei Alternativen zur Debatte. Den Varianten, Kochen im Bürgerhaus oder Einstellung einer Wirtschafterin für den Kindergarten, gibt der Rat der Anlieferung von Essen den Vorzug. Ausschlaggebender Faktor sind die Kosten. In diesem Zusammenhang informierte Köhl, dass für Berufstätige günstigere Öffnungszeiten bisher nicht am Personal gescheitert seien, sondern an der Beförderung der Kinder. Im Großen und Ganzen abgeschlossen sind die Arbeiten am Friedhof. Was noch fehlt, ist zum Beispiel der kürzlich beschlossene Kauf eines neuen schmiedeeisernen Eingangstores. Für dessen Finanzierung kann die Gemeinde nun statt der Haushaltmittel auf eine Erbschaft zurück greifen. "Unser verstorbener Ehrenbürger Dr. Johannes Scholz hat uns in seinem Testament mit 10 000 Euro bedacht", teilte Köhl dem Rat mit. Auf Wunsch des Mediziners sei das Geld für soziale Zwecke bestimmt. Da dies für die Friedhofsgestaltung zutreffe, die ja auch von bleibendem Wert sei, könne der Betrag für das Tor verwendet werden. Darüber hinaus sei es möglich, drei Ruhebänke aufzustellen – zwei im Bereich des Beurener Friedhofs und eine auf dem Prosterather. Entsprechende Schilder sollen an den Stifter erinnern. Handeln will die Gemeinde auch hinsichtlich eines eigenen Rasengrabfeldes. Um sich ein besseres Bild machen zu können, wollen einzelne Gemeindevertreter drei Friedhöfe besichtigen, auf denen ein solches bereits realisiert ist. Veränderungen auf dem Friedhof im Ortsteil Prosterath haben hingegen schlechte Chancen. Die beschlossene Drehung von Grabstellen um 90 Grad scheitert am felsigen Untergrund. Aus dem gleichen Grund soll Beurens Gemeindearbeiter künftig auch schweres Gerät ordern können. Ohne maschinelle Hilfe ist nach Ansicht der Verbandsgemeinde-Bauabteilung die Herstellung von Gräbern nicht mehr möglich, so Köhl. Der Rat stimmte daher zu, im Bedarfsfall für einen Stundensatz von 65 Euro plus Mehrwertsteuer einen Kleinbagger samt Personal zur Hilfe zu nehmen.Ein leidiges Thema ist die Bewirtschaftung der Felsenschänke, für die sich bisher kein neuer Mieter gefunden hat. Die Immobilie soll daher demnächst überregional angeboten werden. Wenig erfreulich ist zudem das wegen zu hoher Quadratmeterpreise im Sande verlaufene Gewerbegebiet. Im Dorf sei der Vorwurf zu hören, die Gemeinde habe sich nicht um Zuschüsse bemüht, bedauert Willi Seimetz. Daher wolle er darauf hinweisen, dass Beuren keine Chance hatte, weil nur Flächen in Schwerpunktgemeinden wie etwa Hermeskeil, Zuschüsse für solche Flächen erhielten. Eine noch verbleibende Hoffnung für die Gemeinde ist die Umgestaltung des Bereiches rund um die Beurener Kirche. Ein ausführlicher Bericht folgt.