Mehr Licht aus weniger Strom

Nach und nach sollen Schillingens Straßen nachts wesentlich heller ausgeleuchtet werden als bisher. Über die nächsten Jahre hinweg will der Ortsgemeinderat die alten Leuchten mit gelblichem Licht durch moderne Lampen mit Leuchtdioden (LEDs) ersetzen. Genaue Kostenrechnungen dafür gibt es noch nicht.

Schillingen. "Wir setzen auf Energieeinsparung und Nahwärme", sagt Ortsbürgermeister Markus Franzen selbstbewusst. In der letzten Sitzung des Ortsgemeinderates im alten Jahr ist der Umstieg bei der Straßenbeleuchtung auf Lampen mit Leuchtdioden (LED) beschlossen worden. Die ersten Exemplare wurden bereits in der Hochwaldstraße und Im Lehmkäulchen aufgestellt.
Die Entscheidung fällt leicht, denn Leuchten mit LEDs verbrauchen nicht nur 35 Prozent weniger Strom, sondern spenden darüber hinaus noch wesentlich mehr Licht. "Wir sparen im Jahr 8000 Euro Stromkosten", freut sich der Ortschef. Bis zu 10 000 Euro will die Ortsgemeinde pro Jahr in neues Straßenlicht investieren. Das sind bis zu 30 Lampen im Jahr. 188 Laternen werden gebraucht.
Einer älteren Kostenrechnung zufolge würde das gesamte Laternen-Austausch- Projekt 100 000 Euro kosten. "Eine Berliner Firma hat uns ein Leasing-Angebot gemacht, nach dem wir zehn Jahre lang die Hälfte der eingesparten Stromkosten abtreten müssten", erklärt Franzen vor seinem Rat. Ein Angebot von RWE soll jetzt eingeholt und beides im neuen Jahr diskutiert werden.
Nahwärme-Ausbau läuft gut


Bei der Nahwärme ist Schillingen schon einen Schritt weiter. Alle öffentlichen Gebäude sind an die Abwärme einer Biogasanlage angeschlossen. Es wird ein zweiter Bauabschnitt diskutiert, bei dem mehr Privathaushalte zum Zuge kommen sollen.
Investitionsentscheidungen erleichtern können die positiven Ergebnisse aus der heimischen Forstwirtschaft. "Nach 95 000 Euro in 2012 rechnen wir dieses Jahr mit einem Gewinn von 150 000 Euro", erklärt Revierförster Michael Marx.
Beim Brennholzpreis will sowohl Wolfgang Schäfer für die SPD-Fraktion als auch Walter Marx für die CDU den Preis bei 35 Euro pro Raummeter belassen und nicht auf die vom Forstamt Saarburg empfohlenen 36,50 Euro erhöhen. Darin sieht Förster Marx ein Problem: "600 Raummeter kann ich aus dem Schillinger Wald holen, 1100 sind aber schon bestellt." Er werde erklären müssen, warum das Brennholz im Staatswald teurer ist als im Gemeindewald. Die Kunden würden in der Reihenfolge des Eingangs der Bestellung bedient. Deshalb könnten nicht alle den niedrigeren Brennholzpreis bekommen. doth