Mehr Platz und Sicherheit

KONZ-KRETTNACH. Das bestimmende Thema beim Ortsbeirat im Konzer Tälchen ist der Umbau des Bürgerhauses in Krettnach. Für rund 300 000 Euro soll es sicherer, größer und barrierefrei werden.

"Wir müssen immer an den Geldbeutel denken", gab der Architekt Achim von Nathusius vom Ingenieur-Büro Stolz und Kintzinger zu bedenken, als er bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats im Konzer Tälchen die aktuelle Planung für den Umbau des Krettnacher Bürgerhauses vorstellte. Seit Beginn der Planungen habe es bereits mehrere Änderungen gegeben. Der Grund seien unter anderem die Sicherheitsanforderungen, die bei öffentlichen Gebäuden stetig wachsen würden, erklärte der Architekt. Ebenfalls mit Blick auf die Gemeindekasse sagte Ortsvorsteher Dieter Klever, es sei "momentan nicht daran zu denken", bei der neuen Heizanlage auf alternative Energien zu setzen. Eine Photovoltaikanlage sei "zu teuer" und eine Pellets-Heizanlage sei im Betrieb zu aufwändig, erklärte Klever. "Das Ganze läuft auf eine Gasheizung hinaus." 300 000 Euro Kosten

Rund 300 000 Euro soll der Umbau des Bürgerhauses in zwei Bauabschnitten kosten. Im ersten Abschnitt wird die Heizung des Bürgerhauses erneuert und die Küche auf etwa die doppelte Größe erweitert. Außerdem werden vor der Eingangstür zwei behindertengerechte Parkplätze angelegt, der Eingang wird für Besucher mit Rollstühlen umgestaltet. In Sachen Sicherheit soll im Krettnacher Bürgerhaus auch noch einiges passieren: Im ersten Bauabschnitt, der noch in diesem Jahr beginnen soll, werden in Keller und Flur neue Brandschutztüren eingebaut. Aus dem Topf des "Leader Plus"-Förderprogramms sind nach Angaben des Architekten von Nathusius für diese erste Bauphase rund 98 000 Euro zugesagt worden. Für den zweiten Bauabschnitt sind die Erneuerung der Decke nach den aktuellen Brandschutzbestimmungen sowie die Erneuerung des Fußbodens vorgesehen. Die Kosten für die Brandschutzmaßnahmen im Bürgerhaus betragen nach Angaben des Ortsvorstehers etwa 60 000 Euro. Zudem wird das Gebäude seitlich um rund 120 Quadratmeter vergrößert. In dem Anbau mit einem separaten Eingang sollen der neue Jugendraum, ein Schulungsraum und Toilettenräume Platz finden. Bei der Sitzung des Ortsbeirats warf Ortsvorsteher Klever die Frage auf, ob man die feste Bühne im großen Saal des Bürgerhauses ganz entfernen und durch eine bewegliche Bühne ersetzen solle. Dann könne man den Boden komplett erneuern und es gebe mehr Platz im Saal. Ursula Maximini (SPD) warf ein: "Das Problem ist der Kostenpunkt. Ist der Bedarf denn wirklich so groß, dass sich das lohnt?" Aus den Reihen der Ortsbeiratsmitglieder kam der Vorschlag auf, für eine größere Veranstaltung eine der beweglichen Bühnen der Stadt Konz auszuleihen. "Wir müssen den Umbau sehen, als wäre es unser eigenes Haus", erklärte Klever. Deshalb wolle er solche Anregungen im Gremium diskutieren, eine Entscheidung könne man zu einem späteren Zeitpunkt fällen.Schutzhütte für Landschaftslehrpfad

Auch die Entscheidung, wo eine Schutzhütte für den Landschaftslehrpfad durch das Tälchen aufgebaut werden soll, vertagten die Ratsmitglieder bei der Sitzung. Als mögliche Standorte für die Raststation mit einer Tisch-Bank-Garnitur wurden die Ölmühle in Niedermennig oder der alte Sportplatz diskutiert. Bei einer Ortsbegehung werden sich die Mitglieder des Bauausschusses mit dem künftigen Standort befassen.