Mehr Sicherheit auf dem Beurener Friedhof, vor allem in der dunklen Jahreszeit

Mehr Sicherheit auf dem Beurener Friedhof, vor allem in der dunklen Jahreszeit

Der Beurener Gemeinderat will am Friedhof eine neue Lampe installieren. Ob auch eine Toilette eingerichtet wird, hängt von den Kosten ab.

Beuren Vor allem die älteren Bürger von Beuren dürfte es freuen: Der Ortsgemeinderat hat am Montag einstimmig beschlossen, auf dem Friedhof eine Leuchte zu installieren. Sie soll noch in diesem Jahr für mehr Licht vor allem im hinteren Bereich der Anlage sorgen. Nach vorne hin gewährleisten dies die Straßenlampen entlang der am äußersten Ortsrand gelegenen Anlage.
Etwa 3000 Euro muss die Gemeinde dafür ausgeben, dass der Friedhof im Herbst und Winter auch noch später am Tag besucht werden kann. Gerade älteren Leuten sei der Weg oft zu beschwerlich, begründete Ortsbürgermeisterin Petra Adams-Philippi die Pläne. Sie seien darauf angewiesen, dass Jüngere sie begleiteten. Die seien aber oft nur abends zu Hause. Mit Hilfe einer Zeitschaltuhr soll die Leuchte zwischen 17 und 22 Uhr angeschaltet werden. Da der Friedhof bereits mit Strom versorgt ist, kann ohne großen Aufwand eine Leitungsverlängerung bis zum geplanten Standort am Brunnen verlegt werden.
Ob der Friedhof auch eine Toilette erhält, ist noch ungewiss. Die Idee, in der Nähe einen Bauhof mit WC zu errichten, sei ja kostenbedingt vom Tisch, sagte die Gemeindechefin. Doch der Bedarf für eine Toilette sei nach wie vor da. Laut einer groben Kostenschätzung des Bauamtes der Verbandsgemeinde Hermeskeil muss die Gemeinde mit Kosten von etwa 30 000 Euro rechnen. Der Rat will daher erst entscheiden, wenn eine genauere Kalkulation vorliegt.
Angedacht ist eine einzelne behindertengerechte Toilette für Frauen und Männer in einem Anbau am Friedhofsgebäude. Dort gibt es neben dem Raum, in dem Verstorbene aufgebahrt werden, auch einen Abstellraum für Geräte, die der Gemeindearbeiter nutzt. Die Toilette könnte dort angegliedert werden und wäre über den hinteren Bereich zugänglich, wo ein Wasseranschluss für Gießkannen installiert würde. Das WC wäre allerdings nicht täglich geöffnet, sondern lediglich zu den etwa zwölf Beerdigungen im Jahr sowie an Allerheiligen. Andernfalls wäre es eine öffentliche Anlage, die beaufsichtigt werden müsste, erklärte Adams-Philippi. Ein Ratsmitglied gab zu bedenken, dass zwar Ältere eine Toilette befürworteten, Jüngere sich aber fragten, ob das wirklich notwendig sei. Für den Fall, dass angebaut wird, soll die alte Dacheindeckung des Gebäudes überprüft werden.
Schnell gefällt war die Entscheidung, im alten Feuerwehrhaus einen etwa 1200 Euro teuren Dieseltank für die Betankung von Gemeindefahrzeugen aufzustellen. Außerdem sollen im Frühjahr Gemeindestraßen ausgebessert werden. Dafür beschloss der Rat, etwa 12 000 Euro, die 2016 nicht mehr ausgegeben werden konnten, in das aktuelle Jahr zu übertragen.
Zwei Themen, die den Rat noch lange beschäftigen werden, wurden im Rahmen der Einwohnerfragestunde angesprochen: die nicht vorankommenden Windkraftpläne und das Ausbringen von Gülle auf Beurener Gemarkung. Nach Beobachtungen von Bürgern werden die zulässigen Mengen möglicherweise vertragswidrig überschritten, was sich aber nur schwer beweisen lässt. Ratsmitglieder haben das Problem aufgegriffen. Sie befassen sich mit Vertragsformulierungen, die das Problem zumindest nach Ablauf aktueller Pacht-Laufzeiten in den Griff bekommen sollen. So wäre es etwa denkbar, künftig ortsansässigen Pächtern den Vorzug zu geben. Denn sie dürften schon aus eigenem Interesse hohe Nitratwerte im Grundwasser vermeiden wollen.

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