1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Mehr Wissen über die Saarburg in vier Sprachen

Mehr Wissen über die Saarburg in vier Sprachen

Eine neue Schrifttafel im Burghof erzählt von der Geschichte des alten Gemäuers und berichtet darüber, was hier alles passiert ist. Damit können auch Besucher mehr mit der Geschichte der Keimzelle der Stadt anfangen.

Saarburg. "Durch einen Tauschvertrag erwarb Graf Siegfried von Luxemburg am 17. September 964 den Berg über der Saar (Churbelun) und erbaute dort die Saarburg." So beginnt der Text auf der neuen, viersprachigen Informationstafel im Burghof, die der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) aufgestellt hat. Besucher erfahren viel über die Bedeutung des Bauwerkes, wer hier alles lebte und auch starb, wie oft sie angegriffen, zerstört und wieder aufgebaut wurde und dass Saarburg sich bereits seit dem 29. Mai 1291 Stadt nennen darf.
Der Text wurde von der alten Tafel übernommen, überarbeitet und in drei Sprachen übersetzt. "Die gotische Schrift war für jüngere Leute nicht gut zu lesen", nennt der frühere Vorsitzende einen der Gründe, die Tafel zu erneuern. Übersetzt wurde der Text von Hendrik Groot-Tjooitink ins Niederländische. Werner Hillmann übernahm die englische Sprache, und Joachim Schütz übertrug die Information ins Französische. "Die Tafel wird von den Touristen sehr gut angenommen", freut sich VVV-Vorsitzende Eva Schmitz. Rund 2000 Euro hat der Verein in diese Tafel investiert. Das Geld stammt aus dem Erlös der traditionsreichen Mittwochskonzerte.
Ob die nächste Informationstafel ans städtische Rathaus kommt, das gerade umfangreich renoviert wird, oder eine an die Saar, wo auf die Bedeutung der Schifffahrt früher und heute hingewiesen werden könnte, will der VVV-Vorstand nach den Sommerferien entscheiden.
Der Verkehrs- und Verschönerungsverein kümmert sich bereits seit 125 Jahren um das Flair der Stadt. "Gefeiert wird das Jubilaeum nicht, denn es ist ein zu hoher Aufwand, für den wir nicht genügend Leute mit Zeit haben", bedauert die Vorsitzende. Ein weiteres Problem schildert Alfons Piry: "Leider gibt es immer weniger Zeitzeugen und über die Geschichte des Vereins ist sehr wenig bekannt." Ob eine Chronik mit Hand und Fuß zustande käme, bezweifelt der ehemalige Vorsitzende. doth