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Mehrgenerationenprojekt in Schillingen

Dorfentwicklung : Mehrgenerationenprojekt in Schillingen: Baubeginn noch in diesem Jahr?

Ortsgemeinderat macht den Weg frei für Mehrgenerationenprojekt im Herzen Schillingens. Was hat diese Wohnform zu bieten?

„Wir tragen uns schon seit vielen Jahren mit der Idee, ein Projekt für altersgerechtes Wohnen zu starten“, erklärt der Schillinger Ortsbürgermeister Markus Franzen. Nach dem Abriss des Hauses, in der einst die Diskothek „Old Stag“ (Alter Hirsch) untergebracht war, ist ein 2500 Quadratmeter großes Areal zwischen Hochwald- und Wiesenstraße frei geworden, von dem der Investor, Edwin-Simon Weiss aus Altenkirchen, so richtig begeistert ist: „Das hat Potenzial, liegt zentral und in Südlage scheint den ganzen Tag die Sonne.“

Drei Häuser, ein kleiner Park: Mit den Neubauten und der Platzgestaltung wird Schillingen aufgewertet.  Grafik: Weiss Consult/ Repro: Herbert Thormeyer
Drei Häuser, ein kleiner Park: Mit den Neubauten und der Platzgestaltung wird Schillingen aufgewertet. Grafik: Weiss Consult/ Repro: Herbert Thormeyer Foto: Herbert Thormeyer

Diese Kriterien und die Tatsache, dass Schillingen Trier „zu Füßen“ liegt, gaben den Anstoß, ein ganz besonderes Bauprojekt zu starten. Getroffen hat der Ortschef den Investor zufällig an seinem Arbeitsplatz in der Volksbank Trier. Dass der Ortsbürgermeister bei der Beschreibung der Fläche nicht übertrieben hat, überzeugte den Mann, der drei Häuser plant, baut und vermarktet. Dafür hat der Ortsgemeinderat grünes Licht gegeben, nachdem Weiss erklärt hat, alle Kriterien des Bebauungsplans einzuhalten. „Das beschleunigt die Baugenehmigung durch den Landkreis ungemein“, erklärt Franzen.

Die Idee dabei: Jung kümmert sich um Alt und wer jung einzieht braucht in seinen späten Jahren nicht direkt in ein Altenheim zu ziehen, wenn das Alter seinen Tribut zollt. Denn die 18 Wohnungen zwischen 80 und 130 Quadratmeter Fläche sind natürlich barrierefrei. „Wenn später mal die Kinder aus dem Haus sind, ist auch ein Zimmer für eine Pflegekraft da“, beschreibt Markus Franzen ein mögliches Szenario. Wer Hilfe braucht, kann diese dazu buchen.

Die drei Gebäude werden dreistöckig und haben jeweils einen Aufzug. Es gibt keinen Keller. Für Waschmaschine und Trockner ist in den Wohnungen Platz eingeplant.

Der Blick vom kleinen Garten in Parterre oder vom Balkon schweift über den Hochwald. Die drei Häuser umarmen regelrecht die kleine Parkanlage. Weiss will noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen und rechnet mit bis zu zwei Jahren Bauzeit. Wie viel er dafür investiert, will er lieber für sich behalten, zumal derzeit eine Kostenprognose sowieso schwierig ist. „Krisen kommen und gehen“, so sieht das der erfahrene Unternehmer. In Schillingen gebe es jetzt Dynamik für etwas Schönes.

Schön sollen es die künftigen Bewohner auch in der Hinsicht haben, dass die Energie fürs Heizen mit der Sonne per Photovoltaik vom Dach und per Wärmepumpe aus der Erde gewonnen wird. Weiter sollen Wärme und Strom auch gespeichert werden können, und zwar für jeden Wohnungseigentümer oder Mieter separat. „So werden die Nebenkosten sehr niedrig ausfallen“, ist Weiss überzeugt.

Gedämmt werden die Häuser mineralisch mit Bimsstein. Das schafft ein angenehmes Raumklima. E-Autos können geladen werden. Auf Wunsch sind Car-Ports möglich. Glasfaserkabel für superschnelles Internet wird in Schillingen gerade verlegt. „Für unser Dorf ist dieses Projekt ein Imagegewinn“, ist Ortsbürgermeister Markus Franzen überzeugt.

Kontakt: Die Generalunternehmung Weiss Consult ist per E-Mail unter info@weiss-consult.com, telefonisch unter (02681) 986386 und mobil mit 0173/ 3456012 erreichbar.
Im Internet präsentiert sich das Unternehmen auf www.weiss-consult.com/