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Kommunalpolitik: Millionen-Projekt in Konz

Kommunalpolitik : Millionen-Projekt in Konz

Die Stadt Konz will die Erschließungskosten für das Baugebiet in Obermennig senken. Der Haupt- und Finanzausschuss stimmt auch der Sanierung der Lorenz-Kellner-Halle zu.

Per Videokonferenz hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Stadt Konz am vergangenen Dienstag zusammengeschaltet. Die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung: Die Erschließung des Neubaugebiets „Hinter Mennig“ im Stadtteil Obermennig und die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Lorenz-Kellner-Halle in der Römerstraße im Stadtteil Karthaus. Im Bauausschuss der Stadt Konz wurde schon über die Erschließung des Baugebiets „Hinter Mennig“ – das liegt im Konzer Stadtteil Obermennig zwischen den Straßen Am Großschock und Am Euchariusberg – diskutiert. Im Raum stehen Erschließungskosten in Höhe von knapp einer Million Euro. Bei einer Fläche von fast 6500 Quadratmetern würden fast 150 Euro pro Quadratmeter für Straßenbau, Strom- und Wasseranschlüsse und Telekommunikation anfallen. Zuviel, finden die Ausschussmitglieder im HFA. Bürgermeister Joachim Weber ist zuversichtlich, die Kosten noch senken zu können. Zum Beispiel, weil eine im Angebot aufgeführte Bodenentsorgung nicht notwendig sei. Für den Grundsatzbeschluss, die Erschließungskosten über den Grundstücksverkauf und die Beteiligung eines Anliegers, der von der Erschließung des Geländes profitieren würde, zu finanzieren, spielen aber die genauen Beträge noch keine Rolle. Der HFA befürwortete das Projekt einstimmig.

Die Lorenz-Kellner-Halle in der Römerstraße im Stadtteil Karthaus ist dringend sanierungsbedürftig. Der HFA kam überein, dass im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ ein Antrag auf Zuschüsse gestellt werden solle. Die Sanierung würde nach aktuellem Kenntnisstand ungefähr 1,4 Millionen Euro kosten, ein Neubau rund 1,7 Millionen Euro. Die Zuschüsse aus dem Bundesprogramm liegen bei 90 Prozent, vorausgesetzt, dass die beantragende Kommune zu denen gehört, die sich in einer „Haushaltsnotlage“ befinden. Letzteres ist für die Stadt Konz zutreffend, so dass man bei einem Neubau mit einem Zuschuss von 1,5 Millionen Euro kalkulieren könne. Grundsätzlich sei zwar eine Sanierung vorzuziehen, jedoch sei ein Neubau förderungsfähig, wenn dieser Neubau wirtschaftlicher sei als eine Sanierung. Ob ein Neubau der Halle in Frage kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Die HFA-Mitglieder äußerten sich nicht konkret, allerdings war zu spüren, dass ein Neubau favorisiert würde.

Weitere Ergebnisse der HFA-Sitzung Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Stadtrat nicht, dass Konz zu einer Fairtrade-Kommune werden soll. Grünen-Fraktionschef Christian Fleischmann zeigte sich enttäuscht: „Ich verstehe die Ablehnung nicht, zumal wir monatelang in den Ausschüssen darüber diskutiert haben.“ Stadtbürgermeister Joachim Weber betonte, dass das Votum des HFA nicht bindend sei: „Am Ende wird im Stadtrat entschieden.“

Die Buchhandlung Kolibri in Konz spendet Buchgutscheine in Höhe von 100 Euro für die Teilnehmer des Konzer Lesesommers.

Die Videokonferenzen leiden unter der schlechten technischen Qualität, bemängelt SPD-Mann Jens Tossing. Dies sehen andere HFA-Mitglieder ähnlich. Bürgermeister Weber verweist darauf, dass das zurzeit verwendete System die Anforderungen an den Datenschutz erfüllen würde. Es sei aktuell auch nicht ausgemacht, dass die technische Plattform der Problemverursacher sei. Eine Lösung für die Behebung der technischen Mängel ist noch nicht in Sicht.