Mini-Fest mit vielen Glanzlichtern

Mini-Fest mit vielen Glanzlichtern

SAARBURG. Auch in diesem Jahr feierten die Saarburger ihre Laurentius-Kirmes. Trotz ungünstiger Witterung hatten sich an insgesamt drei Festtagen mehrere hundert Besucher auf den Weg zum Boemundhof gemacht. Dort gab es außer kulinarischen Genüssen ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm.

Mit einem "gewöhnlichen" Rummel hat die traditionsreiche Saarburger Laurentius-Kirmes nur wenig gemeinsam. Klar, abgesehen von mehreren Schaustellerbuden ist auch ein Fahrgeschäft am Veranstaltungsort, dem Boemundhof, zu finden. Doch was den Reiz des kleinen Festes im Herzen der Stadt ausmacht, ist neben dem besonderen Ambiente vor allem ein anspruchsvolles Rahmenprogramm und nicht zuletzt das, was Leib und Seele zusammenhält: Essen und Trinken.Wirkung des Besonderen

Dabei setzen der Musikverein Saarburg und die Fußballabteilung der TuS Fortuna als Veranstalter auf die Wirkung des "Besonderen". Dietmar Becker, Vorsitzender des Musikvereins, erläutert: "Angesichts der Vielzahl an Veranstaltungen sind die Leute derart übersättigt, dass man schon etwas Außergewöhnliches bieten muss, damit überhaupt jemand kommt." Deshalb habe man beschlossen, "andere Wege" zu gehen. Konkret heißt das: "Wir bieten unseren Gästen einerseits ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm, andererseits wollen wir bei der Bewirtung ein hohes Niveau erreichen." Zu diesem Zweck habe man für die Kirmes unter anderem einen Hotelbetrieb aus der Stadt angeheuert, berichtet Becker. Zudem lege man großen Wert auf ein spezielles Angebot für junge Leute, insbesondere für Kinder. Ausgangspunkt der Überlegungen und letztlich auch der Grund, weshalb sich der Musikverein und die TuS Saarburg zu einer Festgemeinschaft zusammengeschlossen haben, war, dass bis vor rund fünf Jahren die am zweiten Augustwochenende stattfindende St.-Laurentius-Kirmes auf ein "kleines Fest rund um die Kirche" zusammengeschrumpft war. "Früher wurde die Kirmes als großes Volksfest auf dem City-Parkplatz gefeiert", berichtet Becker. Im Lauf der Zeit habe allerdings das Publikumsinteresse stark nachgelassen. Mit der "Mini-Kirmes" an der Kirche habe man sich nicht abfinden wollen. Denn: "Die Laurentius-Kirmes war einst eines der größten Stadtfeste mit langer Tradition, das zudem keinen kommerziellen Charakter hatte und noch heute nicht hat." Kurzerhand habe man ein neues Konzept entwickelt, zu dem auch die Verlagerung auf den Boemundhof gehörte. Gemessen an den Besucherzahlen der jüngsten Kirmes-Auflage scheint die Rechnung aufgegangen zu sein. Mehrere hundert Saarburger und ihre Gäste hatten sich trotz ungünstiger Witterung an insgesamt drei Festtagen auf den Weg zum Boemundhof gemacht. Zum Kirmesauftakt am Samstagnachmittag erwartete sie ein Unterhaltungsprogramm für Kinder mit einem Clown, Ponyreiten, Spielen und Kinderschminken. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Jugendkapelle des Musikvereins "Fanfare" Oberbillig. Bläsersätze und Philharmonie

Am Abend folgte die offizielle Eröffnung mit Fassanstich durch Stadtbürgermeister Jürgen Dixius und ein Konzert des Musikvereins "Harmonie" Maximiliansau. Der Sonntag begann mit einem Festhochamt in der Laurentius-Kirche. Für Unterhaltung am Nachmittag sorgten unter anderem die Musikvereine aus Konz-Könen und Saarburg. Außerdem gab es eine Modenschau der Saarburger Kleiderfabrik. Als einer der Höhepunkte hatte sich das Bläserquintett "Wellblech" angekündigt. Die fünf jungen Musiker zwischen 16 und 20 Jahren aus der Region, die von einer Violinistin unterstützt wurden, präsentierten hauptsächlich klassische Bläsersätze und überzeugten dabei mit spielerischer Klasse. Werke von Johann-Sebastian Bach, George Gershwin und anderen bekannten Komponisten brachte das aus dem Raum Saarlouis stammende "Philharmonic Brass Ensemble" zu Gehör und sorgte damit für ein weiteres Glanzlicht. Die diesjährige Laurentius-Kirmes endete am Montag mit einem Konzert des Musikvereins Saarburg-Beurig.

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