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Ministerin spricht sich für offene Gespräche zu Wellener Bergwerk aus

Ministerin spricht sich für offene Gespräche zu Wellener Bergwerk aus

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat bei einem Besuch in Wellen die Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke (TKDZ) für ihre transparente Firmenpolitik gelobt. Die neuen Besitzer von der österreichischen Porr AG böten den Bürgern eine Chance, sich einzubringen, sagte sie.

Die Transparenz der Porr AG sei ein Zeichen neuer unternehmerischer Verantwortung bei der TKDZ, betonte Lemke in Wellen. Die Wirtschaftsministerin ist auf Anfrage des Bürgervereins Sauberes Wellen und auf Initiative der Grünen-Landtagsabgeordneten Stephanie Nabinger in den Obermoselort gekommen. Sie wollte sich vor Ort ein Bild von der neuen Geschäftsführung der TKDZ machen.

Nach der Besichtigung des Bergwerks traf sich Lemke mit Pressevertretern, der TKDZ-Geschäftsführung und Bürgern in den Räumen des Unternehmens. An die Bürger appellierte sie, das Angebot des Unternehmens anzunehmen und den Dialog mit dem Unternehmen weiterzuführen.

Harro von Lieres, Sprecher des Vereins Sauberes Wellen, meinte zu der Ministerin: "Wir freuen uns, dass wir bei ihnen zusätzliche Sensibilität für das Thema gewonnen haben." Er betonte, dass die Bürger weiterhin skeptisch wegen der Pläne der Porr AG seien, jährlich 400.000 Tonnen Abfall in dem Wellener Bergwerk einzulagern. Die Porr AG hat die TKDZ Anfang des Jahres gekauft. Zurzeit arbeitet das Unternehmen an einem neuen Hauptbetriebsplan. Geschäftsführer Rainer Adami machte am Montag mehrere Zugeständnisse. Das Unternehmen wolle versuchen, den LKW-Verkehr im Ort reduzieren, indem es möglichst viel Material mit Schiffen transportiere. Außerdem sei geplant, Anlagen, die in direkter Nähe zum Dorf stehen, weniger zu nutzen, um so die Staubbelastung für die Wellener zu minimieren.

Harald Ehses, Direktor des verantwortlichen Landesamts für Geologie und Bergbau, sagte auf TV-Anfrage: "Das Unternehmen hat den Hauptbetriebsplan eingereicht, es ist aber noch nichts abschließend verhandelt."