Misslungener Schwimmversuch

Zu einer ungewöhnliche Rettungsaktion kam es gestern Mittag am Saarufer: Ein"ausgebüxtes" junges Kalb, das oberhalb der Staustufe Serrig in die Saar gesprungen war, zogen zwei Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Saarbrücken, Außenbezirk Saarburg, wieder an Land.

Taben-Hamm/Serrig. Eine Begegnung der etwas anderen Art hatten zwei Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Saarbrücken, Außenbezirk Saarburg, gestern Vormittag gegen 11.30 Uhr. Während die Männer mit Mäharbeiten an der Liegestelle in Taben-Hamm, oberhalb der Staustufe Serrig, zu Gange waren, bemerkten sie plötzlich einen ungewöhnlichen Schwimmer in der Saar: Ein Kalb hatte nach Auskunft von Alfred Heiser, Wasserbaumeister beim WSA, die ebenerdige Spundwand an der Liegestelle überwunden und war in die Saar gefallen. "Nachdem das Tier ganz offensichtlich Schwierigkeiten hatte, sich über Wasser zu halten und langsam Richtung rechtes Saarufer abtrieb, haben die beiden WSA-Mitarbeiter Karl-Ernst Klinkner und Marc Schilz reagiert und sind mit dem Auto ans andere Saarufer gefahren", berichtet der später hinzugerufene Heiser. Von der anderen Saarufer-Seite aus hätten Schilz und Klinkner das Kalb etwa 500 Meter von der Schleuse entfernt vorsichtig mit einem Strick an Land gezogen. "Dort haben sie es erst einmal betreut, denn das Tier war reichlich erschöpft", schildert Heiser. Den Tierhalter habe Alfred Heiser schließlich im nahen Taben-Hamm ausgemacht. Der habe vom Fluchtversuch seines Tieres nach Auskunft Heisers nichts mitbekommen, weil er unterwegs gewesen sei.Ob das Kalb mit dem Sprung in die Saar einen Fluchtversuch unternehmen oder aber das Schwimmabzeichen "Seepferdchen" machen wollte, ist bislang nicht bekannt.