Veranstaltung : Mit Boogie-Woogie ins Jubiläum

Die Kulturgießerei in Saarburg hat ihr zehnjähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest gefeiert.

„Das war unsere Zeit, als wir als Halbstarke unterwegs waren“, erklären Klaus und Helga Schade aus Oberbillig, die zum Konzert von Axel Zwingenberg und Boogielicious gekommen ist. 130 Besucher waren in der Kulturgießerei und ließen sich von den Rhythmen auf der Bühne mitreißen. Da wurde mit dem Fuß mitgewippt, der Oberkörper bewegte sich, und der Takt ist mitgeklatscht worden. Neben Boogie-Woogie spielten Axel Zwingenberger, David Herzel und Eeco Rijken Rapp auch Bluesstücke, wie „Every Day, I have the Blues“. Insgesamt ging es bei dem Konzert sehr familiär zu. Die Bühne ist sehr nah an den Besuchern, den Zuschauern sind die Musiker keine Unbekannten und die Atmosphäre, zwischen Lehmziegeln, unverputzen Wänden und Stahlträgern trägt zur Vertrautheit bei.

Norbert Wambach aus Enkirch, der mit dem Zug und Freunden angereist ist, sagt: „Das Flair hier ist einmalig, hier spürt und riecht man noch die Arbeit, die hier verrichtet wurde. Es ist sehr authentisch.“ Viel Arbeit hatten auch die Menschen, die das Jubiläum der Kulturgießerei vorbereitet haben. An zwei Abenden gab es Konzerte, der Sonntag stand im Zeichen der Familie. Anette Barth, Geschäftsführerin, berichtet: „Die Konzerte waren sehr gut besucht, am Samstagabend und am Sonntagmorgen waren sie ausverkauft, am Freitagabend waren rund 70 Menschen da.“ Am Sonntag lag der Fokus beim Feiern. Jürgen Dixius von der Verbandsgemeinde und Jutta Roth-Laudor in Vertretung für den Landrat sprachen Grußworte beim Empfang. Dazu Anette Barth: „Wir waren natürlich am Abend sehr bestürzt, als wir hörten, dass das Verbandsgemeindegebäude brennt, und haben Jürgen Dixius unsere Hilfe angeboten, denn er unterstützt uns schon seit vielen Jahren.“ Nach dem Empfang und der Musik von „The Gentlemen of Swing“ gab es Theater für die ganze Familie. Die Geschichte einer Zeitreise wurde mit artistischen Elementen erzählt. Mit einer Art Raumschiff haben sie einen „Wurmvirus“ gejagt und dabei ihre Turn- und Artistikkunst gezeigt, die rund 80 bis 100 Menschen gesehen haben.

Informationsstände zu den rund 90 Organisationen, die zum Lokalen Bündnis für Familie gehören, suchte man vergebens. Anette Barth erklärt: „Wir haben so oft Informationsveranstaltungen, bei denen Stände aufgebaut sind, das wollten wir dieses Mal bewusst nicht. Wir wollten unser Zehnjähriges feiern, und das stand im Vordergrund.“ Einen Rückblick gab es aber dennoch in Form von Fotos, Dokumenten und Präsentationen, unter anderem vom Mehrgenerationenhaus. Der demografische Wandel und die Vielfalt des Hauses waren dabei Themen. Zusammenfassend sagt Anette Barth: „Das Gesamtkonzept ist aufgegangen, die verschiedenen Vertreter der Organisationen, die hier zusammenkommen, haben den Tag gemeinsam verbracht und sind zufrieden nach Haus gegangen.“