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Feste: Mit dem Charme der historischen Patina

Feste : Mit dem Charme der historischen Patina

Bulldog- und Schleppertreffen beim Vatertagsfest lockt Landmaschinen aus Nah und Fern nach Züsch.

Einige sehen aus wie neu, bei anderen ist der sichtbare Alterungsprozess gerade der Reiz des Außergewöhnlichen: Rund 100 Traktoren sind zum Vatertag nach Züsch gerollt. Manche Landmaschinen haben eine vierstündige Anreise hinter sich gebracht. Beim dritten Bulldog- und Schleppertreffen wurden wieder viele Dieselgespräche geführt und nützliche Tipps ausgetauscht.

Alfons Grünewald, Christian Weber und Christian Nimtz vom Förderverein FV Züsch-Neuhütten-Damflos sind drei von acht Organisatoren, die dieses Treffen seit Weihnachten vorbereiteten. „Vor drei Jahren war das Vatertagsfest ja eingeschlafen. Wir haben es wiederbelebt“, erklärt Grünewald. Immerhin kamen trotz durchwachsenen Wetters rund 700 Besucher und feierten mit.

Und Wiederbelebung ist ein gutes Stichwort, denn darum geht es häufiger bei alten und uralten Landmaschinen. „Es ist die einfache Bauweise, mit der man gut arbeiten kann und der Stolz, wenn er wieder schnurrt wie ein Kätzchen“, erklärt Nimtz die Faszination dieses Hobbys.

Die Gespräche unter den eingefleischten Schraubern sind manchmal Gold wert, beispielsweise wenn man erfährt, auf welcher Plattform im Internet noch mit Originalteilen gehandelt wird. Der Urzustand ist manchmal einfach nur als Schrotthaufen zu bezeichnen.

Aber ein echter Liebhaber historischer Landtechnik sieht gerade das als Herausforderung an. So einer ist Manfred Martini aus Morbach-Rapperath. In seinen Hanomag R 217 aus dem Jahre 1958 hat er zwei Jahre Arbeit und gut 5 000 Euro an Ersatzteilen gesteckt.

„Die Teile sind das Teure an diesem Hobby“, bedauert er. Allein ein Satz Reifen kostet 600 Euro. Der Baufachmann hat sich alles, was er wissen und können muss, um sein aufwendiges Hobby zu betreiben, selbst beigebracht: „Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn er wieder läuft.“