Mit der Einsegnung des Wanderwegs feiert Trassem die St. Erasmus-Kirchweih am Ortsrand. Der Saar-Leuktal-Paronamaweg hat das Prädikat „Premium“ erreicht.

Freizeit : Neuer Kirmesplatz, neue Traumschleife

Der Saar-Leuktal-Paronamaweg hat das Prädikat „Premium“ erreicht. Mit dessen Einsegnung feiert Trassem die St.-Erasmus-Kirchweih am Ortsrand.

 Die Mail von Klaus Erber vom Deutschen Wanderinstitut in Marburg kam gerade noch rechtzeitig. Darin steht es Schwarz auf Weiß: Die Strecke mit dem Saar-Leuktal-Panorama darf sich Premium-Wanderweg nennen, denn in der Zertifizierung wurden 65 Punkte erreicht. Die Qualität wird alle drei Jahre wieder überprüft.

Stefanie Koch von der Saar-Obermosel-Touristik (SOT) freut sich mit den Initiatoren um Albert Boesen, mit denen sie den Weg konzipiert hat. Bei der Einsegnung wurde diese Leistung denn auch groß gewürdigt. Parallel ist jetzt auf dem Platz am Ortsrand erstmal die Erasmus-Kirmes gefeiert worden, mit Platz für ein Kettenkarussell, Schieß- und Losbude und Freiheit für Kinder, die gefahrlos am Leukbach ein kleines Abenteuer suchen.

„Vier Vereine haben sich dafür zu einer Festgemeinschaft zusammengeschlossen“, erklärt der Vorsitzende des Vereins „Mir senn Trassem“, Jan Pukall. Der Sportverein DJK, die Karnevalsgesellschaft Sandhoasen, der Förderverein der Feuerwehr und der Musikverein packen an, wenn es darum geht, in Trassem ein Fest auf die Beine zu stellen. Jetzt hat der neue Kirmesplatz Strom- und Wasseranschluss.

„Die Dorfgemeinschaft ist viel aktiver geworden“, freut sich Ortsbürgermeister Roland Konter, der bestätigt: „Seit vielen Monaten wird der neue Wanderweg stark frequentiert.“

Auch Stefanie Koch hat in der Tourist-Information eine gute Nachfrage: „Da kommen Koblenzer, Saarländer und Luxemburger.“

Barbara Leinen und ihr Hund Morti haben schon Erfahrungen auf dem Panoramaweg gesammelt. Barbara Leinens  Urteil: „Der Weg ist gut ausgeschildert. Man weiß immer, wo man ist.“ Besonders reizvoll sei am Abend der Blick auf das Saarburg-Panorama mit angestrahlter Burg und den Kirchen.

„Optimal, auch für ungeübte Wanderer“, bewertet Guido Schramm den neuen Weg und lobt die 30 Ruhebänke und vielen Informationen auf den Schautafeln.

Der in Trassem schon als „Vater des Panoramawegs“ bezeichnete Albert Boesen ist sehr zufrieden, kann sich aber vorstellen, die Strecke noch zu verbessern: „Wenn es weniger Schotterwege gibt, können wir noch mehr Punkte bekommen.“

Bürgermeister Jürgen Dixius lobt die aktive Dorfgemeinschaft: „Hier wird an die Allgemeinheit gedacht“, sagt er und findet: „Ihr seid im wahrsten Sinne des Wortes auf einem guten Weg.“

Landrat Günther Schartz sagte: „Trassem hat einen richtigen Schub bekommen.“ Der Schirmherr, Alfons Jochem, ein gebürtiger Trassemer, erinnert sich: „Mein Vater hat schon gesagt, Bub, geh’ doch mal übers Land.“

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