Mit der Kamera Kultur verfolgt

Saarburg · Am alten Standort der Glockengießerei Mabilon in Saarburg hat sich in den vergangenen acht Jahren ein bunter Ort mit einem vielfältigen Angebot entwickelt. Jetzt stellt sich der Verein Lokales Bündnis für Familie, der Träger der Kulturgießerei, erstmals in einem 80-seitigen Magazin sowie einem 15-minütigen Film vor.

Saarburg. Die Geschichte der Mabilon\'schen Glockengießerei reicht bis ins Jahr 1770 zurück. Damals siedelte Urbanus Mabilon seine Manufaktur noch vor den Toren der Stadt an. Bis 2003 wurden in den Hallen der Gießerei noch Glocken gegossen.
Fünf Jahre nach dem Erkalten der Öfen übernahm das Lokale Bündnis für Familie (LBF) die Gebäude, und verwandelte das Industriedenkmal laut Leo Lauer, früherer Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg und Mitinitiator des LBF, in einen "soziokulturellen Ort der Begegnung", der zahlreiche Aufgaben unter einem Dach miteinander verzahnt (Extra).
"Für mich war dieses Projekt immer eine Herzensangelegenheit. Es hat sich zu einem sozialen und kulturellen Treffpunkt für die Verbandsgemeinde Saarburg entwickelt", verrät Lauer in einem 15-minütigen Film, den das LBF gestern der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Mehr als zwei Jahre lang haben Stefanie Brendle und Robert Hildebrandt die Angebote der Kulturgießerei mit ihrer Kamera verfolgt und dann aus rund sieben Stunden Material den Film geschnitten und vertont.
Jürgen Dixius, Vorsitzender des LBF, freut sich über den Film, "spiegelt er doch die ganze Palette des Angebots wider", die die Kulturgießerei zu bieten hat, "und das für alle Menschen". Unterlegt ist der Film mit dem Lied "Hör nicht auf zu träumen" von Xavier Naidoo. "Der Titel motiviert uns, den bisher eingeschlagenen Weg weiterzugehen, entspricht er doch unserer Vorstellung davon, wie wir in diesem Haus arbeiten", sagt Anette Barth, Geschäftsführerin des LBF.
Außer dem Film hat das LBF gestern auch ein 80-seitiges Online-Magazin vorgestellt. "Uns war es wichtig, mit dem Magazin verschiedene Sinne anzusprechen. So ist das Magazin beispielsweise über Links mit verschiedenen Informationen verknüpft, die man im Internet abrufen kann", erklärt Barth. "Es ist auch das erste Mal, dass wir alle Angebote der Kulturgießerei in einem Medium zusammengefasst haben."
Das es von dem Magazin keine gedruckte Ausgabe gibt, habe vor allem Kostengründe.
Hélène de Wolf, Mitglied im Vorstand des LBF, freut sich, dass sich mit Hilfe des Films und des Online-Magazins das Puzzle Kulturgießerei weiter vervollständigt. "Hier verschmelzen unter einem Dach verschiedene Angebote miteinander. Deshalb ist es so wichtig, nach Außen transparent aufzutreten."
Das Online-Magazin kann ab Anfang kommender Woche auf www.kulturgiesserei-saarburg.de abgerufen werden. Dort kann man sich auch einen Trailer zu dem Film anschauen. Dieser Film ist gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro in der Glockengießerei erhältlich.
Extra

Träger der Kulturgießerei ist das Lokale Bündnis für Familie in der Verbandsgemeinde Saarburg e.V. Zur Einrichtung gehören das Museum Glockengießerei Mabilon, das Mehrgenerationenhaus, der Kinderclub 130, die Kinder- und Jugendkunstschule, die Ehrenamtsbörse sowie das Integrative Begegnungscafé Urban. Der Verein hat mehr als 70 Mitglieder, darunter das Jobcenter Trier-Saarburg, das Kreiskrankenhaus St. Franziskus, die Saar-Obermosel-Touristik, die Verbandsgemeinde Saarburg und die Volkshochschule Saarburg. itz

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