Mit der Umgehung sollen auch die Wanderer kommen

Mit der Umgehung sollen auch die Wanderer kommen

Die Anwohner von Konz-Könen können bald wieder frische Luft einatmen. Sobald die lang ersehnte Ortsumgehung fertiggestellt ist, sollen auch die Touristen mit Rad- und Wanderwegen in den Ort gelockt werden.

Konz-Könen. Das Ende des stetigen Verkehrsstroms durch den Konzer Stadtteil Könen ist absehbar: Sobald die im Bau befindliche B 51 Ortsumgehung fertiggestellt ist, wird in Könen wieder so etwas wie dörfliche Ruhe einkehren.
Diese neue Lebensqualität im Ort soll auch touristisch genutzt werden: In der jüngsten Sitzung des Könener Ortsbeirats stellte Michael Richter vom beauftragten Trierer Büro MR Ingenieure die Planung für einen Rundwanderweg durch den Ort vor. Das Projekt wird rund 150 000 Euro kosten, wobei vorhandene Wege und Straßen genutzt werden, in zwei Abschnitten aber auch neue Wege angelegt werden müssen. Vorgesehen sind zwei Streckenvarianten: Die kürzere Rundwanderung geht über 2,8 Kilometer, die längere über 3,4 Kilometer.
Laut Planer Richter sind entlang der Strecke einige Einbauten erforderlich, um den Weg durchgehend zu gestalten: Für die barrierefreie Verbindung von Pferdemarkt in Richtung Könener Straße ist ein gepflasterter, 2,5 Meter breiter Fuß- und Radweg geplant. Derzeit führt diese Verbindung noch über unbefestigte Flächen. Außerdem soll dort bei der alten Eiche ein kleiner Platz mit Sitzbänken entstehen, und die rund 150 Meter lange Strecke vom Pferdemarkt zur Könener Straße bekommt eine Straßenbeleuchtung. Der heute noch geschotterte Weg am Sportplatz entlang erhält eine 1,4 Meter breite Pflasterdecke.
Die Planung wurde im Ortsbeirat positiv aufgenommen. Ein Beschluss war nicht erforderlich: Die Sache geht an der Bauausschuss und von dort an den Konzer Stadtrat, danach folgt die Ausschreibung.
Fragen aus der Runde gab es wegen der künftigen Unterhaltskosten. "Aus heutiger Sicht ist der Unterhalt gesichert. Aber Garantien kann keiner geben. Wie die Finanzsituation in zehn Jahren aussieht, kann heute niemand sagen", erklärten der Anwesende Bürgermeister Karl-Heinz Frieden und Ortsvorsteher Detlef Müller-Greis einstimmig.
Eine längere Diskussion folgte zur geplanten Umbenennung der Straße Im Pferdegarten. Bürgermeister Frieden erklärte, warum dieser Schritt erforderlich sei. Durch das entstehende Neubaugebiet Im Pferdegarten, so Frieden, könnten im Notfall ins Neubaugebiet gerufene Rettungswagen in die bestehende Straße Im Pferdegarten einfahren, die als Sackgasse ende. "Aus Sicht der Verwaltung sollen Rettungskräfte nicht in die Irre geleitet werden, das kann man doch verhindern."
Aus dem Rat gab es mehrere Vorschläge zu Umbenennung der Straße: Halfenweg (mit historischem Hintergrund), Friedhofsweg (wegen des nahen Friedhofs) und Pingelweg (ebenfalls historischen Ursprungs). Am Ende fiel die einstimmige Entscheidung auf die Umbenennung in Pingelweg. f.k.
Extra

Ein Rundgang durch Könen im Uhrzeigersinn: Ausgangspunkt Könener Straße am Gasthaus Stumm: Fußweg durchs Schulzentrum und vorbei am Sportplatz hinunter zum Saaruferweg. Weiter geht es saarabwärts über den Uferweg. Wer die kürzere Variante wählt, biegt nach etwa 450 Metern links auf einen Fußweg an, der über ein freies Gelände führt. Über den Weg gelang der Besucher nach rund 100 Metern kurz vor der Einmündung Valentinstraße zurück auf die Könener Straße. Für Freunde der längeren Strecke geht es am Saarufer zunächst weiter bis zum sogenannten Norma-Kreisel auf der Könener Straße. Dort wird die Straßenseite gewechselt und der Weg führt zurück ortseinwärts, dann rechts ab zur Parkanlage und weiter zwischen den Bäumen bis zum Maarbach. Dem wird bis zur Brunnenstraße gefolgt. Über die Brunnenstraße führt der Weg zum Pferdemarkt, und von dort an der alten Eiche zum Ausgangspunkt an der Könener Straße. f.k.