1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Mit einem Klick von Konz bis Onsdorf

Mit einem Klick von Konz bis Onsdorf

Seien es Bürgerhäuser, Bahnhöfe, Weinstuben oder die Liste aller Straßennamen in der Verbandsgemeinde: Der neue Stadtplan im Internet bietet den Nutzern zahlreiche Informationen, die über die reine Adress-Angabe hinausgehen.

Konz. Wo finde ich das Bürgerhaus in Wiltingen? Welcher Bahnhof ist der nächste? Und welche Sehenswürdigkeiten haben die Stadt und Verbandsgemeinde Konz zu bieten? Diese und weitere Informationen enthält der neue Stadtplan für Konz und Umgebung im Internet, den Kurt Simonis vom Revilak-Verlag, Bürgermeister Karl-Heinz Frieden und Beigeordneter Joachim Weber jüngst vorgestellt haben. "Revilak Maps 4.0" nennt sich die Java-Darstellung, die über die Seite www.konz.eu abrufbar ist.

Bunte Bilder und Zusatzinformationen



Die Karte präsentiert sich im Netz ähnlich wie die Grafik der bislang gedruckten Variante. Fährt der Internet-Nutzer mit dem Mauszeiger über die einzelnen Straßen, erscheinen der Straßenverlauf als roter Strich und der Name noch mal in größerer Schrift. Der Clou an dem Stadtplan sind allerdings die Kategorien, die dem Bürger Standortinformationen geben. Beispielsweise kann sich der Internet-Nutzer unter "Öffentliche Einrichtungen" die Standorte der Bürgerhäuser in der Verbandsgemeinde als blinkenden roten Punkt anzeigen lassen. Ähnlich funktioniert es mit den Bahnhöfen unter dem Punkt "ÖPNV" und der Feuerwache Konz unter "Rettungswesen". Auch solche Attraktionen wie der Nitteler Kalkfelsen oder die Konzer Kaiservilla können über den Stadtplan verortet werden.

Als Zusatzinformation kann sich der Nutzer auch vereinzelt Bilder zu den Attraktionen anzeigen lassen. "Wir warten auf gutes Wetter, dann machen wir noch mehr Fotos", sagt Berthold Holderer von der Verbandsgemeindeverwaltung. Er und seine Kollegen haben dem Fachverlag die nötigen Informationen geliefert, die in den Stadtplan eingespeist werden sollten. So gibt es auch beispielsweise unter dem Punkt "Friedhöfe" nicht nur die Anzeige der Standorte, sondern gleich die Kontaktdaten des Sachbearbeiters in der Verwaltung dazu. Der Plan hat die Konzer Verwaltung laut Aussagen von Kurt Simonis "monetär nichts gekostet". Finanziert worden ist die Erstellung durch Werbepartner, die ihren Standort im Stadtplan vermerkt haben.

Meinung

Chance vertan

Blinkende Punkte als Standortanzeige, dicke, rote Linien als Straßenverlauf und viele kleine Symbole, die unter anderem Parkplätze, Friedhöfe, Kirchen, Gewerbeflächen, Sportplätze, Flussläufe, Spielplätze, Schulen, Tennis-Möglichkeiten und Weinberge anzeigen: Die Konzer Verwaltung hat es da mitunter zu gut gemeint mit der Vielzahl an Informationen. Ein Blick auf die Stadt Konz bringt im ersten Augenblick eher Verwirrung als Orientierung. Stark genutzte Straßen fallen kaum auf zwischen den Straßennamen, Symbolen und Farbfeldern. Andererseits fehlen beispielsweise Informationen wie die Angabe von Hausnummern oder die Anzeige von Buslinien. Kurzum: Der Plan orientiert sich zu sehr an seinem gedruckten Vorgänger. Klar, wer den Plan in Händen hält, ist froh um jede zusätzliche Information. Das Internet bietet dagegen Möglichkeiten, die Details benutzerorientiert zu präsentieren. Diese Chance ist hier vertan worden. a.pipke@volksfreund.de