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Mit Gulasch und Kartoffelwurst für ein besseres Klima

Deftige Hausmannskost : Mit Gulasch und Kartoffelwurst für ein besseres Klima

Die Aktion „Omas Küche“ stellt traditionelle Gerichte mit saisonalen und regionalen Zutaten in den Fokus. Es werden nicht nur die besten Stücke, sondern das ganze Tier verarbeitet. Warum Kartoffelwurst zur Nachhaltigkeit beiträgt.

Es duftet nach herzhaftem Gulasch, heißen Kartoffeln und deftiger Sülze. Der Landgasthof Rauland in Thalfang ist einer von zehn Gastronomiebetrieben im Hunsrück, die an der Aktion „Omas Küche“ teilnehmen. Eine Woche lang gibt es dort traditionelle Gerichte, die man sonst eher selten sieht, wie die hausgemachte Hunsrücker Kartoffelwurst mit Sauerkraut. Gabi Rauland-Homann betreibt bereits seit 44 Jahren den Landgasthof mit ihrem Mann.

„Für uns ist es etwas ganz Normales so zu kochen wie früher“, sagt Rauland-Homann. „Es ist eine Menge Arbeit alles selberzumachen, aber es lohnt sich. Wir finden es wichtig diese Küche am Leben zu halten und zu verbreiten.“

Die Idee stammt von der Regionalinitiative Ebbes von Hei Saar-Hunsrück, die mit kreativen Aktionen Leben in die Hunsrücker Gastronomie bringen will. Kernidee ist, nicht nur die besten Filetstücke von Rind, Schwein oder Geflügel zu verwenden, sondern möglichst viel vom Tier zu verarbeiten.

„In unserer Kartoffelwurst wird beispielsweise Schweinebauch verwendet, für die Sülze werden Eisbeine ausgekocht“, sagt Rauland-Homann. „Gerade für Rindergulasch oder Rindersuppe eignen sich Rinderbug und Tafelspitz sehr gut.“

Ein weiterer Aspekt der Aktion „Omas Küche“ ist das Kochen mit regionalen und saisonalen Gerichten. Die Idee: Wenn nur auf den Tisch kommt, was in der Nähe verfügbar ist, spart man massiv an den Transportwegen und kann sich von guten Produktionsbedingungen überzeugen. Eine schlechte Klimabilanz und Ausbeutung in den Herkunftsländern soll so verhindert werden.

Auch die Zutaten der Raulands stammen aus der Region. Die Kartoffeln kommen aus Bäsch, das Gemüse von einem Obsthändler in Malborn und die Eier vom Nachbarn.

Innerhalb der Saison kommt im Landgasthof Rauland auch viel Wild auf den Tisch. Die Mitglieder sind seit Generationen Jäger und schießen die Tiere selber. „Es ist bestes Biofleisch direkt aus der Natur“, sagt Rauland-Homann. „Das Fleisch ist ganz mager und die Tiere hatten vorher ein gutes Leben.“

Nicht nur während der Aktion „Omas Küche“, die noch diese Woche läuft, kann man im Landgasthof Rauland regional und saisonal schlemmen. Auch an normalen Tagen erwarten die Gäste zünftige Hausrezepte, wie Wildragout, Bauernsülze und Kartoffelrösti. Für die Raulands ist es selbstverständlich ihr traditionelles Handwerk auch in Zukunft mit kreativen Ideen weiterzuführen.