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Mit Kunstwerk und Baugebiet endet das Jahr

Mit Kunstwerk und Baugebiet endet das Jahr

Das Jahr geht zu Ende. Und der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung 2012 die Erschließung des Baugebiets Pferdsgarten in Könen eingeleitet. Außerdem ging es um eine Skulptur für die Mensa in Karthaus und die Sanierung des städtischen Gebäudes in der Konstantinstraße 50.

Konz. Eine breite Mehrheit hat bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend den Satzungsbeschluss für das Neubaugebiet Pferdsgarten in Konz-Könen verabschiedet. Nun muss das 7,5 Millionen Euro teure Projekt noch in den Haushalt für 2013 aufgenommen werden. Das Zahlenwerk wird im Stadtrat nach der Winterpause behandelt.
Wenn die Finanzierung steht, geht es wahrscheinlich schnell. "Mir war daran gelegen, dass wir das noch in diesem Jahr beschließen", sagt der Konzer Bürgermeister Karl-Heinz Frieden. So habe er ein Zeichen setzen wollen, dass es im Frühjahr in Könen losgeht. Insgesamt werden 88 Baugrundstücke erschlossen. 75 Bürger haben schon ihr Interesse an einem der Grundstücke bekundet (der TV berichtete). Ortsvorsteher Detlef Müller-Greis hatte bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung darauf hingewiesen, dass die ersten Bauherren ab 2014 erwartet werden.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war das Gebäude in der Konstantinstraße 50-52, in dem unter anderem die Volkshochschule und die Stadtbibliothek untergebracht sind. Früher war es das Verwaltungsgebäude der Konzer Maschinenbaufirma Zettelmeyer. Heute ist es im Besitz der Stadt Konz, und 2013 stehen Brandschutzmaßnahmen an. Unter anderem müssen zwei Fluchttreppen außen gebaut werden. Die Kosten dafür liegen bei rund 373 000 Euro. Der Stadtrat stimmte ohne Gegenstimme für die Brandschutzmaßnahmen.
Bürgermeister Frieden betonte aber, dass weitere Arbeiten nötig werden: zum Beispiel die energetische Sanierung. Er rechne mit Ausgaben im siebenstelligen Bereich. Zum Teil können die Ausgaben laut Frieden über die Mieteinnahmen von 7000 Euro pro Monat refinanziert werden. Die Ratsfraktionen waren sich einig, dass die Verwaltung innerhalb eines halben Jahres wegen der hohen zu erwartenden Kosten ein langfristiges Konzept für die Sanierung vorlegen müsse. Frieden bremste die Erwartungen aus: "Ich stimme Ihnen da zu. Wir sind aber nicht in der Lage, das Konzept schon im Juni 2013 vorzulegen."
Alle Fraktionen sind sich einig, dass das ehemalige Gebäude nicht nur wegen der großen Skulptur des Wittlicher Künstlers Georg Meistermann, die die Fassade ziert, historisch wertvoll ist. Der Komplex wurde von Architekt Egon Eiermann entworfen. Von Eiermann stammen unter anderem die Pläne für das Bonner Hochhaus "Langer Eugen", in dem früher die Bundestagsabgeordneten ihre Büros hatten.
Künstlerisch wurde es auch am Ende der Sitzung. Bürgermeister Karl-Heinz Frieden stellte die Skulptur vor, die als Kunst am Bau den Bereich der neuen Mensa in Karthaus aufwerten soll. Sie stammt von dem Traben-Trarbacher Künstler Jürgen Waxweiler und trägt den Titel "Kopf Herz Hand". Der Künstler greife damit ein Konzept des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi auf, sagt Frieden. Die menschliche Entwicklung wird demnach nach Intellekt, Sitte und praktischen Fähigkeiten aufgeteilt. Die 2,5 Meter hohe Skulptur zeigt auf einem Sockel einen Kopf, ein Herz und eine Hand, die aus unterschiedlichen Sandsteinarten bestehen.Extra

Lothar Schmitt (FWG) räumt aus gesundheitlichen Gründen seinen Platz im Konzer Stadtrat. Für ihn rückt Dagmar Serowy in die FWG-Fraktion nach. Im Haupt- und Finanzausschuss übernimmt Detlef Müller-Greis den Posten von Schmitt. Marita Pletsch-Rau wird die FWG fortan im Rechnungsprüfungsausschuss vertreten. cmk