Mit Marokko-Salz durch den Winter

Mit Marokko-Salz durch den Winter

Tonnen von Streusalz sind bereits gelagert, und die Fahrzeuge wurden winterfest gemacht: Die Mitarbeiter der Mastermeisterei Hermeskeil mit ihren Straßenmeisterei-Standorten in Thalfang und Saarburg kann ein Wintereinbruch nicht überraschen.

Hermeskeil/Saarburg/Thalfang. Kaum ist im Wetterbericht von möglichen Schneefällen die Rede, bricht bei vielen Autofahrern Hektik aus. Die Mitarbeiter der regionalen Straßenmeistereien können solche Meldungen allerdings nicht in Aufruhr versetzen. Die Mastermeisterei Hermeskeil mit ihren Straßenmeisterei-Standorten in Thalfang und Saarburg ist seit etlichen Wochen für den Wintereinbruch gerüstet.

Wettervorhersahen per Handy



Denn die Hüter verkehrsicherer Straßen ordern ihren Bedarf an marokkanischem oder sizilianischem Salz in aller Regel bereits im Sommer. "Dann ist es meistens ein bisschen günstiger", sagt Mastermeisterei-Leiter Arnold Eiden, der seit einem Jahr für die drei Standorte verantwortlich ist. Einem frühen Wintereinbruch können er und seine Mitarbeiter gelassen entgegensehen.

Immerhin werden allein für Hermeskeil in aller Regel rund 2000 Tonnen Streusalz bevorratet. Gelagert sind diese Massen nicht nur in der Mastermeisterei, sondern auch in Lagern in Pluwig und Zerf. Auf einen ähnlich großen Vorrat können die Mitarbeiter der Thalfanger Straßenmeisterei zugreifen. Am Standort Thalfang und im Neumagen-Dhroner Ortsteil Papiermühle lagern etwa 1600 Tonnen Salz. Je nach Einsatzort laden Thalfanger Fahrzeuge zudem ab und an in Hermeskeil. Insgesamt können in den beiden Standorten jeweils bis zu neun Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Und das in einem Gebiet, das von Morbach bis Zerf und von Piesport bis Hermeskeil reicht. Den Wert des für Thalfang und Hermeskeil bevorrateten Streusalzes beziffert Eiden auf rund 300 000 Euro. Abgesehen von der Bevorratung sind natürlich auch die Fahrzeuge der Straßenmeistereien längst für den Winter fit gemacht. Die Winterreifen sind montiert und die Funktionsprüfungen an den Fahrzeugen erfolgt. So werden beispielsweise sämtliche Schneepflüge überprüft oder die Dosierung der Feuchtsalz-Streuung. "Das wird alles so gemacht, dass wir, auch wenn der Winter früher kommt, gewappnet sind", versichert Eiden. Und dafür muss es nicht erst schneien, wie der Mastermeisterei-Leiter betont. Besonders problematisch seien zum Beispiel Temperaturen um die null Grad Celsius bis auf zwei Grad minus. Unverzichtbar für ihn und seine Mitarbeiter ist daher das jederzeit per Computer abrufbare Straßen-Informationssystem. Dieses bietet nicht nur eine Zehn-Tage-Vorhersage an, sondern auch täglich zweimal aktuelle Wettermeldungen. Neben den Vorhersagen zu Niederschlag, Luft- und Fahrbahn-Temperatur, Bewölkung und Wind gibt es Sondermeldungen. Darüber hinaus werden Leitern und Kolonnenführern Wettervorhersagen per SMS übermittelt.