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Mit neuem Dirigenten in die Zukunft

Mit neuem Dirigenten in die Zukunft

Das gesungene Lob Gottes steht beim Kirchenchor Cäcilia in Serrig jetzt unter neuer Leitung. Bernd Uehlein ist gelernter Kirchenmusiker und hat ein Faible für sakrale Klänge. Das große Jubiläumskonzert wird jedoch zunächst verschoben, denn Uehlein bildet sich an der Dommusikschule Trier in den Fächern Chorleitung und Orgel weiter.

Serrig. Gestik und Mimik zeigen den Chormitgliedern beim Cäcilia Serrig, wie sehr ihr neuer Dirigent, Bernd Uehlein, Kirchenmusik liebt. Der 52-Jährige, ehemalige Betriebswirt und Bankkaufmann gesteht: "Das ist meine Berufung."
Seit seinem elften Lebensjahr macht der gebürtige Freiburger Musik, erst auf dem Klavier, dann auf der Orgel, war Keyboarder in Bands und Sänger im Städtischen Chor Grevenmacher. "Das war 2010 der Einstieg in die Chormusik", sagt er dem TV am Rande einer Chorprobe.
Uralte Choräle faszinieren ihn ebenso wie die Kompositionen von Messen der Neuzeit. Immer mehr nimmt ihn die Kirchenmusik gefangen und führt ihn schließlich zum Serriger Kirchenchor Cäcilia, der zwar in diesem Jahr 225 Jahre alt wird, aber noch kein großes Jubiläumskonzert geben wird.
"Wegen meiner Fortbildung an der Dommusikschule Trier fürs C-Examen geht das leider nicht", bedauert Uehlein. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufhoben, denn: "Dieser Chor hat einen absolut tollen Klang." Uehlein freut sich über die glänzende Team-Arbeit mit disziplinierten und motivierten Sängern.
Das Konzert zum großen Jubiläum, dessen Datum noch nicht feststeht, soll ein schönes Programm bieten, mit Pianist und Solisten.
Die Vorsitzende, Gertrud Ollinger, ist eine von 28 Sängerinnen und Sängern zwischen 37 und 84 Jahren. Sie sagt: "Dafür könnten wir einen Projektchor bilden." Dahinter verbirgt sich auch der Wunsch, dass die "erfrischende und befreiende Wirkung des Gesangs", wie sie die Vorsitzende empfindet, auch auf weitere Sangesfreunde durchschlägt, die dann nach dem großen Konzert beim Cäcilia Serrig "hängenbleiben".
Wie lange es den Chor wirklich schon gibt, lässt sich nach zweieinviertel Jahrhunderten schwer sagen. Cäcilia Serrig beruft sich auf den Kirchenrechner Johann Joseph Tressel, der 1789 ins Kirchenbuch die Rechnung über vier Taler für Chorsängerwein eintrug.
Es war der Betrag für ein ganzes Jahr. "Das war kein Kirchenchor im heutigen Sinne", schreibt Lothar Thinnes in seiner Chronik, sondern nur eine gemischte Chorgruppe Sangesinteressierter, die unter der Leitung meist des örtlichen Lehrers Gottesdienste musikalisch gestalteten. doth