Mit Schildern gegen Friedhofs-Rowdys

Mit Schildern gegen Friedhofs-Rowdys

Der Oberemmeler Ortsgemeinderat ist in seiner jüngsten Sitzung einer Bürgerbeschwerde über Fahrradrowdys auf dem Friedhof nachgegangen. Anstatt mit Verboten reagiert die Verwaltung mit der Aufstellung von Hinweisschildern.

Oberemmel. Frischluft statt Sitzungssaal: Bei einem Ortstermin auf dem terrassenartig hinter der Kirche angelegten Oberemmeler Friedhof hat sich der Gemeinderat ein Bild von der Zuwegung und Gestaltung in diesem Bereich gemacht.
Einige Bürger hatten sich beschwert, dass immer wieder Radfahrer und Hundehalter die Ruhe auf dem nach allen Seiten offenen und von breiten Wegen durchzogenen Areal, stören würden. Unter der Führung von Ortsvorsteher Hermann-Josef Benzkirch und dem ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Konz, Joachim Weber, wurde schnell klar, dass es keine einfache Lösung des Problems gibt: "Wir haben hier zu viele offene Zugänge, die wir nicht einfach alle schließen können. Das wäre unverhältnismäßig und würde die Grabanlage und den Bauhof behindern", sagte Benzkirch.
In der anschließenden Sitzung im wiedereröffneten Gasthaus Adams wurde nach kurzer Diskussion der Beschluss gefasst, an die Vernunft der Bürger zu appellieren und es bei der Aufstellung von Hinweistafeln zu belassen. Auf diesen soll auf das Durchfahrtsverbot und die Friedhofsruhe hingewiesen werden werden. Darüber hinaus soll die Situation beobachtet und gegebenenfalls neu diskutiert werden.
Zur Neugestaltung der rissigen Bürgerhausfront einigte sich der Ortsgemeinderat auf eine "Wand vor der Wand"-Lösung. Hier werden graue und rote Resopalplatten vor die mangelhaft verputzte Fassade gesetzt sowie an einer Ecke eine Holzpalisaden-Wand aufgestellt. Das sei ansehnlich, preiswert und mit einem geringen Pflegeaufwand verbunden.
Benzkirch berichtete außerdem, dass sich der Umbau der Landstraße 138, die mitten durch Oberemmel führt, witterungsbedingt verzögern wird, die Fertigstellung ist nun für Mitte Mai geplant. DT