Mit Schulsport gegen den Hunger

Der Fair-Play-Tag in Kell am See vor zwei Jahren war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Den wollte man in diesem Jahr an gleicher Stelle wiederholen. Ein großes Angebot an Aktivitäten lockte Schüler und Besucher.

Kell am See/Zerf. (hm) Für ihren Fair-Play-Sporttag hatte die Regionale Schule Kell am See/Zerf in diesem Jahr einen großen Teil des Uferbereiches, bereitgestellt vom Angelsportverein, und einen Teil des Sees in Beschlag genommen. Das Schulfest begann mit Laufwettbewerben rund um den See. Da gleichzeitig das Freibad eröffnet wurde, drehten die Schülerinnen und Schüler auch dort ihre Runden für den guten Zweck. Sie hatten sich einiges vorgenommen, denn sie wollten bares Geld für die Aktion einspielen. Und so hatten sie sich unter Verwandten und Bekannten Sponsoren gesucht, die ihnen pro gelaufenem und geschwommenem Kilometer einen ausgehandelten Obolus zahlten. Das motivierte natürlich, und mancher Sponsor musste nach Abschluss der Disziplin für den guten Zweck tief in die Tasche greifen.Der Lionsclub Hochwald unterstütze die Aktion mit einem Betrag von 200 Euro und die Verbandsgemeinde Kell am See ermögliche das Unterfangen mit der freien Benutzung von Einrichtungen, erklärte Lions-Präsident und Bürgermeister Werner Angsten dem TV. Auch viele Unternehmen aus der Region unterstützten die Aktion mit Sachspenden. Auf dem Gelände des benachbarten "Fronhof" konnten die Kindern kostenlos auf zwei Pferden reiten."Vor zwei Jahren fand die Veranstaltung zum ersten Mal hier an gleicher Stelle statt", erinnerte sich Schulleiter Alfons Bonerz. "Es konnte die stolze Summe von 5 500 Euro eingespielt werden, die einem Schulbauprojekt in Ruanda zufloss." Der Erlös der Veranstaltung, welche die Regionale Schule Kell am See/Zerf im Rahmen der Aktion "Lebensläufe" unter dem Motto "Sport für die Welthungerhilfe" organisiert hatte, soll auch in diesem Jahr einem entsprechenden Zweck zufließen. Die deutsche Welthungerhilfe unterstützt viele Projekte in der Welt, so auch die Opfer der Katastrophen in Birma und China. "Ich könnte mir vorstellen, dass das Geld dorthin fließt", meinte Bonerz.Gegen Mittag öffneten die Workshops und jeder, der mitmachen wollte, ob Schüler oder Besucher, hatte die Auswahl aus einem umfangreichen Angebot: Bogenschießen, Kajakfahren, Kickboxen, Hängedrachen, Tretbootfahren und viele andere Aktionen. Rund 500 junge Leute beteiligten sich an dem Projekt, das Lehrer Harro Renth mit seinem Team in mühevoller Kleinarbeit vorbereitet hatte.