Mit Tandem und Steinofen

WALDWEILER. Sein Hobby hat Helmut Biwer schon vor langer Zeit zum Beruf gemacht, doch wenn der selbstständige Bäckermeister ausspannen will, dann werden Radtouren mit der ganzen Familie unternommen.

"Die Bäckerarbeiten in den Nachtstunden schlauchen ordentlich. Da braucht man am Wochenende eine Abwechslung", sagt Helmut Biwer, 45 Jahre alt, der eigenen Aussagen zufolge sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Dann werden die Fahrräder aus der Garage geholt, Sohn Nikolaus (11) platziert sich hinter seinem Vater auf dem Tandem, Ehefrau Doris und Sohn Mario (9) fahren jeweils solo. "Wir würden uns ein zweites Tandem zulegen, aber Mario braucht beim Fahren seine Freiheit. Da ist nichts zu machen", beschreibt Doris Biwer das Fahrverhalten der Familie. Dann geht es ab in die freie Natur, oftmals an die Saar, "wo man gemütlich einen Familienausflug genießen kann. Die Kinder haben dann jede Menge Spaß".Heimatverbunden und guter Draht zu Leuten

Seit 30 Jahren steht der Bäcker aus Leidenschaft auf der karnevalistischen Bühne, hat dort jahrelang als Büttenredner mitgewirkt und ist seit drei Jahren Karnevalspräsident. "Ich brauche diese karnevalistische Phase, auch wenn sie viel von meiner knapp bemessenen Zeit beansprucht." Für den 11.11. sei bereits die Präsentation einer karnevalistischen Rückblende auf die vergangenen Jahre geplant. Dabei werde auch mit technischen Medien gearbeitet, die bei jeder Karnevalsveranstaltung sehr gut ankommen. Biwer erinnert sich: "Das Motto der letzten Session war ‚Piraten'. In einem selbst gedrehten Film wurde die Landung dieser Piraten in der Karnevalshochburg Waldweiler filmisch dargestellt. Der Film, der im Ort handelte, war ein großer Erfolg." Auch in der Freiwilligen Feuerwehr ist Biwer seit 25 Jahren aktives Mitglied. Das sei sehr sinnvoll, sagt er. "Denn ich bin tagsüber immer im Ort zu erreichen." Einmal die Woche geht's zum Schwimmen nach Weiskirchen, oder Biwer fährt mit seiner BMW 100 RT gemächlich durch die Natur des Hochwalds, denn: "BMW-Fahrer fahren immer gemütlich." Ein- bis zweimal im Jahr macht er auch Wochenendausflüge mit einigen Motorradfreunden ins benachbarte Ausland. Ehefrau Doris stammt aus Zerf, ist tierfreundlich und den Pferden besonders zugetan. Deshalb fährt sie einmal pro Woche zum Reiterhof nach Merzig, um dort eine Reitstunde zu nehmen. Ab und zu, wenn Familie, Haushalt und Ladengeschäft ihr die Zeit lassen, geht sie zum Fitnesstraining oder Inlineskaten. "Da muss ich allerdings mit Freundinnen fahren, denn es gibt keine Skates in der Schuhgröße meines Mannes." Biwers ganzer Stolz ist sein fahrbarer Steinofen, den er auf Festen aufstellt und den Erlös stets den Vereinen zukommen lässt. Dabei stellt er neben dem Ofen auch die Rohstoffe und seine Zeit zur Verfügung. "Es wird dann mit Natur-Nahrungsmitteln gearbeitet, ohne jegliche Hilfsmittel, also wie zu Urzeiten. Gefeuert wird mit Holz", schwärmt Biwer, der wie die ganze Familie heimatverbunden sei, mit einem guten Kontakt zur Bevölkerung. Daran hat die ständige gute Laune der beiden mit Sicherheit ihren Anteil.

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