Mittagspause vor der Tür

Saarburg. (sw) Zu einer "Aktiven Mittagspause" im Zusammenhang mit den bundesweiten Protest-Aktionen der Krankenhäuser hat der Betriebsrat des Kreiskrankenhauses St. Franziskus in Saarburg für heute, 12 Uhr, vor dem Eingang des Gebäudes aufgerufen.



"Wir wollen Mitarbeiter, aber auch Patienten und Besucher im direkten Gespräch über die finanzielle Situation der Krankenhäuser informieren und ein Bewusstsein für die Problematik schaffen", erklärte Betriebsratsvorsitzender Gerhard Kaiser gestern auf TV-Nachfrage.

Wegen "relativ hoher" Tarifsteigerungen, des Systems der Deckelung und gestiegener Energiekosten befänden sich viele Häuser in einer "permanenten Unterdeckung".

6,7 Milliarden Euro staatliche Unterstützung sollen nach Vorstellung der Ärzte-Vertreter bundesweit fließen, um das Defizit der Häuser auszugleichen. Die zugesagten 3,5 Milliarden Euro der Bundesregierung reichten bei weitem nicht aus.

Die "Aktive Mittagpause" wird organisiert vom Aktionsbündnis "Rettung der Krankenhäuser", in dem sich unter anderem die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber-Verbände, der Marburger Bund, Verdi und die Deutsche Krankenhausgesellschaft zusammengeschlossen haben. Das Saarburger Krankenhaus ist nach Auskunft Kaisers das einzige in der Region, das sich an der etwa halbstündigen Initiative beteiligt. "Wir haben zwar vom Betriebsrat aus zu der Aktion aufgerufen, genießen aber volle Rückendeckung der Geschäftsführung."

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.

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