Betroffener Vater erzählt Psychoterror, Selbstmordversuch der Tochter - Warum über Mobbing an Schulen gesprochen werden muss

Trier · Ein Vater aus dem Kreis Trier-Saarburg ist verzweifelt: Psychoterror in der Schule und per Whatsapp, irgendwann versucht die geliebte Tochter, sich das Leben zu nehmen. Wie seine Tochter an einer hiesigen Schule gemobbt wurde und warum das sensible Thema Öffentlichkeit braucht.

 Das Foto ist bei einem Anti-Mobbing-Kurs in Erfurt gemacht worden. Solche Angebote gibt es auch in den Schulen im Kreis Trier-Saarburg und in Trier.

Das Foto ist bei einem Anti-Mobbing-Kurs in Erfurt gemacht worden. Solche Angebote gibt es auch in den Schulen im Kreis Trier-Saarburg und in Trier.

Foto: picture alliance/dpa/Martin Schutt

Übelste Beleidigungen gehören für eine Teenagerin aus dem Kreis Trier-Saarburg zum Alltag. Seit anderthalb Jahren wird die Schülerin von Klassenkameraden gemobbt. Das hat sogar dazu geführt, dass die Teenagerin Tabletten schluckte, um sich selbst zu töten. Die Eltern konnten den Selbstmord zum Glück verhindern. Doch der Vater will mit dem Fall an die Öffentlichkeit gehen. Die Namen der Familie, des Kindes, der Schulen sowie der mutmaßlichen Täter tauchen bei diesem hochsensiblen Thema nicht in der Zeitung auf: zum Schutz der Jugendlichen, der Eltern und Lehrer. Trotzdem sei es ihm wichtig, alles zu erzählen, sagt der Vater. Wenn er dadurch auch nur einen Mobbingfall verhindern könne, lohne sich das, argumentiert der Mann. Andere Eltern müssten früh erkennen, ob ihr Kind selbst zum Opfer werde.