Morgennebel und eine alte Tradition

Morgennebel und eine alte Tradition

Jedes Jahr am vierten Wochenende nach Ostern feiern die Taben-Rodter ihre St.-Quiriakus-Kirmes. Höhepunkt des dreitägigen Festes war auch diesmal eine feierliche Prozession, bei der die Bürger die sterblichen Überreste ihres Schutzpatrons durch den Ort trugen.

Taben-Rodt. Morgennebel wallte noch durch die Straßen der Saar-Gemeinde, als am Kirmessonntag mehr als 100 Bürger von Taben-Rodt an der Pfarrkirche Stellung bezogen - vorneweg wie üblich der Musikverein. Angetreten waren außerdem die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, und die Mädchen und Jungen, die nur wenige Wochen zuvor ihre Erstkommunion gefeiert hatten, waren gekommen. Anlass der morgendlichen Versammlung an der Kirche war eine alte Tradition, die die Taben-Rodter jedes Jahr am Kirmeswochenende pflegen: die St.-Quiriakus-Prozession.Gebete und Musik

Mit Gebeten und Musikbegleitung trugen die Gläubigen die sterblichen Überreste des Schutzpatrons der Gemeinde, die sich in einem hölzernen Sarkophag befinden, durch den Ort zur Michaels-Kapelle und zurück zur Kirche. Ein feierlicher Gottesdienst, bei dem der Taben-Rodter Kirchenchor mitwirkte, bildete den Abschluss. Ihren Ursprung hat die Quiriakus-Verehrung im vierten Jahrhundert nach Christus, als der Heilige in Trier als Priester wirkte. Wie damals gilt er unter gläubigen Katholiken noch heute als "Helfer der Bedrängten und Freund der Kinder". Seit 769 ruhen seine Gebeine in Taben-Rodt. Veranstalter der dreitägigen Kirmes auf dem Waldfestplatz waren der Sportverein und die Taben-Rodter Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).