Mosel-Idyll mit Wohnqualität

LONGUICH. Ein Katzensprung bis zur Autobahn, zwei Minuten bis nach Schweich, Kinder können draußen ungehindert toben, und die nahe Mosel bietet herrliche Spazierwege. Die Pfeiffers schätzen Longuich "in allen Lebenslagen".

Als Sascha und Monika Pfeiffer ein kinderloses Paar waren, haben beide gerne in Longuich gelebt. "Ich habe als Sozialarbeiterin in Wittlich gearbeitet, und Sascha leitete Bauschaltanlagen-Projekte in unterschiedlichen Orten", erzählt die 29-jährige "Original-Longuicherin". Gute Infrastruktur - Top-Anbindung

Ob Arbeitsstelle in Wittlich oder in Kaiserslautern, die Autobahn vor der Haustür garantiert eine gute Anbindung. Damals hatten sie zwei Gehälter und lebten "in Saus und Braus". Mit der Geburt von Tochter Johanna (5) hat sich das Leben des Paares verändert. Plötzlich wurden Dinge wie die Kindertagesstätte im Ort, eine Krabbelgruppe, "der schöne Spielplatz" und eine Grundschule 50 Meter Entfernung wichtig. Nach einem halben Jahr Erziehunygszeit ist die junge Mutter wieder in ihren Beruf zurückgekehrt, ihr Mann hat seine wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden reduziert. "Bezahlt gemacht hat sich diese Form der Rollenteilung nicht", sagt der 30-Jährige. Eine Tagesmutter musste entlohnt werden, und "man wird weder Beruf noch Kind gerecht, eine starke Belastung". Inzwischen arbeitet der Familienvater wieder Vollzeit, seine Frau managt den Haushalt und kümmert sich um Johanna, Felice (2), Mariele (3 Monate) und um ein Tageskind. Derzeit hat Monika Pfeiffer kein Problem mit den Öffnungszeiten der dreigruppigen Kindertagesstätte. "Nachmittags schließt die Kita um 16 Uhr. Das finde ich zu früh", sagt die Longuicherin mit Blick auf Berufstätige. Vor drei Jahren haben die Pfeiffers ein Eigenheim in Spuckweite des Hauses von "Oma Marlies" gebaut. "Sie greift uns häufig unter die Arme", sagt die dreifache Mutter. "Wir alle profitieren von der Nähe zur Schwiegermutter", sagt der gebürtige Kautenbacher Sascha Pfeiffer. Sein Heimatort in der Nähe von Traben-Trarbach liegt in ein Tal eingebettet. Ein starker Kontrast zur Wahlheimat. "Ein Gefühl von Weite zeichnet Longuich aus", sagen Sascha und Monika Pfeiffer. Und die Ruhe. "Samstags habe ich richtig Angst, den Rasen zu mähen und die entspannte Atmosphäre zu stören", sagt der junge Familienvater. Ärger wegen fehlenden DSL-Anschlusses

Erholung bietet der Moselort - und Aktionen. Vereine bereichern das Dorfleben mit vielfältigen Angeboten, eine Spielleitplanung nimmt erste Konturen an und bringt Bewegung ins Dorf. "Jedes Neugeborene bekommt 50 Euro, und es wird für jedes Baby ein Baum gepflanzt", erzählt Monika Pfeiffer von den Ideen. Einziger Schönheitsfehler des Moselortes: Ein Auto ist ein Muss. "Und dass es hier keinen DSL-Anschluss gibt, ist ärgerlich", sagen die jungen Eltern. Kürzlich wollten sie sich per Mausklick über Waschmaschinen informieren. Fazit: "Es dauert ewig, bis die Seiten angezeigt werden."