Moselfränkisch zum Mitholen

Die promovierte Sprachwissenschaftlerin Yvonne Treis klärte in einem Vortrag im Weingut Apel in Nittel über die Eigenheiten und Besonderheiten des moselfränkischen Dialekts auf. Sie brachte den Dialekt auch den Gästen nahe, die des Moselfränkischen nicht mächtig sind.

Nittel. Der moselfränkische Dialekt, ein Exot unter den deutschen Dialekten und für Nicht-Moselfranken nur schwer verständlich, stand im Mittelpunkt eines von den Geschichts- und Kulturfreunden Nittel organisierten Vortrags im Weingut Apel in Nittel. Dort trug die promovierte Sprachwissenschaftlerin Yvonne Treis aus ihren beiden Büchern vor, die sie zu diesem Thema geschrieben hat ("Ein Kaffee zum Mitholen, bitte" und "Majusebetter! Noch mehr Moselfränkisch zum Mitholen", beide erschienen im Michel Verlag).
Sie brachte den Dialekt auch den Gästen nahe, die des Moselfränkischen nicht mächtig sind. Hauptberuflich beschäftigt sie sich mit äthiopischen Sprachen an einem Pariser Forschungsinstitut - einen Teil ihrer Freizeit jedoch widmet sie dem moselfränkischen Dialekt und all seinen Eigenheiten.
So mancher Zuschauer fühlte sich ertappt, als Treis erklärte, woran man einen Moselfranken erkenne, wenn er versucht, Hochdeutsch zu sprechen, oder warum Moselfranken alles "holen", aber nie etwas "nehmen". red