Müllgebühr bleibt stabil

Eine positive Bilanz hat die Versammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft im Raum Trier (ART) in ihrer letzten Sitzung des alten Jahres gezogen. Mit einer Erhöhung der Müllgebühren müssen die ART-Kunden in absehbarer Zeit nicht rechnen. Für die Entsorgung von Altholz wurde die Gebühr sogar deutlich gesenkt.

Trier/Mertesdorf. Gesellschafter des Zweckverbands ART sind die Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg. Zu der Verbandsversammlung entsenden Stadt und Kreis Mitglieder ihrer Ratsgremien. Das Amt des Verbandsvorstehers wechselt turnusmäßig für die Dauer von zwei Jahren zwischen Stadt und Kreis.

1,11 Millionen Euro Jahresgewinn 2008



Auf einstimmigen Beschluss übergab nun der bisher amtierende Vorstand, Landrat Günther Schartz, das Amt für die kommenden zwei Jahre an die Trierer Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani.

Keinen Grund zur Beanstandung ergab der zur Genehmigung vorgelegte Jahresabschluss 2008 mit einem Gesamtvolumen von rund 87,23 Millionen Euro. Der 2008 erwirtschaftete Jahresgewinn betrug rund 1,11 Millionen Euro.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der ART-Wirtschaftsplan 2010. Den darin veranschlagten Erträgen von 25 450 000 Euro stehen Aufwendungen von 25 410 000 Euro gegenüber, woraus sich unter dem Strich ein Jahresgewinn von 40 000 Euro ergibt. Der Vermögensplan sieht Investitionen von 8,25 Millionen Euro vor. Schwerpunkte dabei sind der weitere Ausbau der Anlagen in Mertesdorf sowie der Kauf von Sammelbehältern (Containern, Tonnen) und neuen Fahrzeugen. Hinzu kommen Arbeiten zur Nachsorge und Sicherung der Altdeponien in Mertesdorf und Saarburg. Im Personalbereich ist nach den Stellenreduzierungen der Vorjahre wieder eine leichte Erhöhung der Planstellen auf 166 vorgesehen.

Eine Erhöhung der Abfallgebühren ist im kommenden Jahr nicht vorgesehen. Die Gebühr zur Entsorgung von Altholz wird wegen der günstigen Kostenentwicklung ab Januar 2010 von 86,80 Euro auf 53,50 Euro gesenkt. Dazu ART-Geschäftsführer Max Monzel: "Diese Preisstabilität ist nicht zuletzt das Ergebnis unserer rationellen Entsorgungstechnik. Der Kauf und die Fertigstellung der Trocknungsanlage in Mertesdorf haben sich im Nachhinein als Glücksfall erwiesen."

Fraglich ist jedoch, ob dies langfristig Bestand haben wird. Spätestens ab 2012 rechnet die Geschäftsführung mit allgemeinen Kostensteigerungen und höheren Personalaufwendungen, die dann durch die derzeit geltenden Gebührensätze nicht mehr abgedeckt wären. Eine verlässliche Kostenprognose sei aus heutiger Sicht aber noch nicht möglich.