Müllproblem und Fluchttreppe

Sanktionen bei falscher Müllentsorgung: Der Beurener Gemeinderat prangerte in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag das Fehlverhalten der Bürger an.

Beuren. (doth) "Jetzt ist Schluss mit lustig!" Die unsachgemäße Müllentsorgung im Ort ist Ortsbürgermeister Manfred Köhl ein Dorn im Auge, und er droht mit entsprechenden Schritten seitens der Gemeinde. Das Problem: In Schuh- und Kleidercontainern werden Matratzen entsorgt, im Friedshofscontainer sammelt sich der Hausmüll und was nicht mehr reinpasst, wird einfach daneben gestellt. "Wir werden alles, was verbotswidrig abgeladen wurde, zu Anzeige bringen", betonte Köhl. Jeder bekomme seinen Müll doch an seiner Haustür abgeholt, wenn er nur vorher anruft - ein Unverständnis, das durchaus berechtigt ist.Probleme macht auch die winterliche Räum- und Streupflicht. Jeder Grundstückseigentümer sei zum Räumen und Streuen von einem Meter entlang seines Grundstückes im Winter verpflichtet. Ausnahmen seien nur gefährliche oder abschüssige Straßen. Wer sich daher auch resistent gegen diese Pflicht zeigt, soll ebenfalls bestraft werden. "Die Kosten für kaputte Straßen und die Entsorgung wilden Mülls müssen am Ende wir alle tragen", machte Köhl klar.Der Bau der Fluchttreppe am Bürgerhaus beginnt am 25. Februar. Somit werden dieFluchtmöglichkeiten aus den oberen Stockwerken in Zukunft gesichert sein.Köhl forderte eine Inventur des Waldes durch sogenannte "Forsteinrichter", die einen Ist-Zustand feststellen. Die Kosten dafür übernimmt das Land. Ferner könnte die Gemeinde Geld sparen, wenn man bei der Waldwirtschaft von der Pauschalversteuerung auf die Regelbesteuerung wechselt. Das bestellte Brennholz kostet 13, 19 oder 29 Euro pro Raummeter, je nachdem wie man es geliefert bekommt. Holz soll auch aus dem Staatswald geliefert werden, damit für alle genügend da ist.Um endgültig festzustellen, wann auf dem neu gemachten Tennenplatz des Sportvereins wieder gekickt werden kann, trifft sich der Rat mit dem Vorstand am Samstag, 9. Februar, um 14 Uhr vor Ort. Auf der Tagesordnung steht dann nicht nur die Pflege des Tennenplatzes, sondern der gesamte Sportplatzbereich.Im Bereich Tourismus will die Gemeinde Beuren verschiedene Projekte bei der EU anmelden, muss dafür aber selbst 50 000 Euro investieren. Dieser Betrag soll nach Wunsch des Bürgermeisters im nächsten Haushaltsplan erscheinen.