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Musical "The Addams Family" ist im Februar vier Mal im Merziger Zeltpalast zu sehen

Musical "The Addams Family" ist im Februar vier Mal im Merziger Zeltpalast zu sehen

Die bucklige Verwandtschaft wird dem Zuschauer womöglich in neuem Licht erscheinen, wenn er diese finsteren Zeitgenossen über die Bühne huschen sieht. Die Addams Family entführt die Gäste ab Freitag, 12. Februar, in ihre verfallene Villa im Zeltpalast Merzig.

Merzig. Ringel-T-Shirt in Schwarz-Weiß, schwarze Hose, schwarze Kniestrümpfe und eine Stimme zum Verlieben: Das "kleine Monster", das mit seinem glasklaren Knabensopran gut 20 Mal im Merziger Zeltpalast das Publikum verzauberte, hat längst sein schräges Outfit mit der Chorkleidung der Regensburger Domspatzen vertauscht.
"Für Noah Walczuch aus Lebach war die Addams Family ein Glücksfall", freut sich Intendant Joachim Arnold über die steile Karriere des Benjamins seiner Crew von 2014.

"Seine Auftritte haben Noah beflügelt, in ein Musikinternat zu gehen. Und die Domspatzen haben ihn sofort genommen. In Österreich gehen talentierte Jungs zu den Wiener Sängerknaben, in Deutschland zu den Domspatzen."
Das Musical "The Addams Family" wurde vor zwei Jahren als deutsche Erstaufführung in Merzig gezeigt. Es beruht auf den Figuren aus den Cartoons von Chas Addams, die wiederum eine Fernsehserie in den 60er Jahren inspirierten, die ihrerseits in den 90ern zwei erfolgreiche Film-Versionen nach sich zog. Mit reichlich schwarzem Humor werden die klassischen Familienserien parodiert. Denn bei den Addams' ist alles anders. "Normal" gilt bei der düsteren Mama Morticia und ihrem Latino-Ehemann Gomez als größtes Schimpfwort. Zu dumm nur, dass Töchterchen Wednesday ausgerechnet den Spießer-Sprössling Lucas heiraten will - samt dessen bourgeoiser Familie. Aber die muss sich erst einmal an die bizarren Mitglieder des Addams-Clans wie Grandma und Onkel Fester gewöhnen.Domspatz und traurige Braut


Der zwölfjährige Domspatz Noah Walczuch ist bei der Neuauflage wieder mit von der Partie, wenn die Addams Family am Freitag, 12. Februar, 20 Uhr, erneut im Zeltpalast aus ihrer Gruft steigt, um ihre Gäste in ihre verfallene Villa mitten im New Yorker Central-Park zu entführen. Walczuch ist aber nicht der einzige Saarländer im Team, wie Arnold sagt. So wird Schauspielerin Edda Petry aus Saarbrücken wieder in ihren rabenschwarzen Stretch-Satin schlüpfen und sich in Morticia verwandeln, Petra Lamy, ebenfalls aus der saarländischen Landeshauptstadt, wird durch Schminke auf die Grandma getrimmt, Musicaldarstellerin Henriette Schreiner aus Merzig ist in der Rolle der traurigen Braut zu sehen.
Chef der Familie, Gomez Addams, bleibt Musicalstar Uwe Kröger, natürlich wieder mit spanischem Akzent. In die vordere Reihe rücken bei den neuen Aufführungen Hanna Kastner als Wednesday Addams, Oliver Mülich als Onkel Fester und Ben Ivo als Lucas Beineke, die in der ersten Spielzeit Zweitbesetzung dieser Rollen waren. Meistens stumm, aber stets zu Diensten: Gerhard Karzel als Hausdiener Lurch.

Neu besetzt wurden die Rollen von Lukas Eltern Mal und Alice Beineke mit Andreas Zaron und Franziska Becker. Bei der deutschen Version des Broadway-Musicals hat Andreas Gergen erneut die Regie übernommen, Danny Costello die Choreografie, Ulli Krämer ist für die Kostüme zuständig.
"Noah freut sich darauf, mit uns auf Tour zu gehen", verrät Arnold über den Jungen, der schon mit Startenor José Carreras aufgetreten ist und einige Fernsehstudios von innen kennt.
Viermal wird sich in den Saarwiesen der Vorhang heben, bevor nach der letzten Show am Sonntag das Bühnenbild, entworfen von Christian Floeren, Kostüme und alles, was die gruselige Mischpoke so braucht, in drei Trucks verstaut wird und der Weg Richtung Zürich geht.

"Wir reisen mit 45 Leuten in die Schweiz", verrät Arnold und gerät über den Spielort, das Theater 11, ins Schwärmen. "In dem Haus direkt neben der Messe Zürich gehen spektakuläre Shows und Musicals über die Bühne. Neun Vorstellungen sind in Zürich geplant. Für Ende des Jahres haben die Familienmitglieder Wien gebucht.
"Wir spielen in einer Halle, in der die Wiener Festwochen im Juni über die Bühne gehen", verrät Joachim Arnold über den prominenten Platz für die Grusel-Familie - die Halle E im Museumsquartier.

Vorstellungen: Freitag, 12. Februar, 20 Uhr, Samstag, 13. Februar, 14 und 20 Uhr, Sonntag, 14. Februar, 15 Uhr. Karten gibt es im TV-Service-Center Trier oder bei Musik & Theater Saar, Telefon 06861/99100.