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Musik, die eine Generation stark prägt

Musik, die eine Generation stark prägt

Bei der sechsten Auflage der Saarburger Summernight haben am Samstagabend rund 400 Zuschauer auf dem Boemundhof zu den Liedern der irischen Band U2 gefeiert. Auch die spanische Vorband Coldday kam beim Publikum gut an.

Saarburg. Coldplay und U2 - zwei Bands die Musikgeschichte geschrieben und deren Lieder Generationen geprägt haben. Jährlich füllen sie auf ihren Tourneen Stadion auf allen Kontinenten der Erde. Am Samstagabend erklangen ihre Hymnen, der experimentelle Gitarrensound und die ausdrucksstarken Stimmen der Frontsänger mitten in der Saarburger Altstadt, auf dem Boemundhof.
Zu Gast auf der sechsten Saarburger Summernight waren jedoch nicht die Originale, sondern die U2-Tribute-Band Achtung Baby und die Coverband Coldday, die zum ersten Mal in Deutschland auftraten. Während ihrer fast zweistündigen Show "Tributo de Coldplay" spielten die vier Spanier alle großen Hits der britischen Pop-Rock Band, die 2011 mit "Mylo Xyloto" ihr fünftes Studioalbum veröffentlichten.
Nach den meist melodischen, vom Klavier geprägten Klängen der Vorband Coldday, wurde es rockig: Achtung Baby, benannt nach dem siebten Studioalbum ihrer Vorbilder, nahmen die rund 400 Zuschauer bei bestem Wetter mit auf eine Reise durch die Erfolgsstory der vier Iren aus Dublin.
Vom Beginn der Bandgeschichte mit Liedern wie "I Will Follow" und "Out of Control", die in den späten 1970er Jahren noch vom New Wave und Punk geprägt waren, über die Zeit des Aufruhrs und des politischen Engagements der 1980er Jahre, die in sozialkritischen Songs wie "Bad" und "Sunday Bloody Sunday" gipfelten. Auch die neueren Lieder wie "Beautiful Day" oder "Magnificient" brachten das Publikum zum Tanzen.
Die Lüneburger Tribute-Band, die seit zehn Jahren gemeinsam auf der Bühne steht, erinnerte dabei nicht nur äußerlich, sondern vor allem musikalisch an das Original.
"Das Konzert hat mir gut gefallen. Die Band kommt dem Original schon sehr nahe", sagt Marion Göbel aus Ockfen.
Hohe Professionalität


Alle Lieder bestechen durch eine extreme Professionalität in der Ausführung. Frontsänger Mono, alias Olaf Senkbeil, beeindruckte die Konzertbesucher bei "One", "Where The Streets Have No Name" und "With Or Without You" mit seiner gefühlvollen Stimme. Beim Song "I Still Haven\'t Found What I\'m Looking For" aus dem Jahre 1987 wurde die Band minutenlang lautstark vom Gesang des Publikums unterstützt.
"Ich bin ein großer U2-Fan und mit der Musik aufgewachsen", sagt François Large aus Saarburg. "Das Konzert hat in mir sehr viele alte Erinnerungen an Momente meiner Jugend geweckt, die ich mit ihren Liedern verbinde."