Musik pur mit Kasten und Gitarre

KONZ-NIEDERMENNIG. Aus vier mach zwei, dazu Acoustic-Gitarre und Klavier, zwei samtweiche Stimmen und viel Liebe zur Musik: Gert und Daniel Bukowski haben sich mit "Tunessy" ein zweites Musik-Standbein neben "Nessaya" geschaffen.

Aus der Not heraus entstehen manchmal ganz sinnvolle Dinge, ohne dass man das voraus ahnen kann. Und es kommt vor, dass daraus echte Erfolgsprojekte entstehen. So wie "Tunessy", eine Band, die sich dem Acoustic-Pop und -Rock verschrieben hat. Dahinter stehen mit Gert und Daniel Bukowski zwei alte Hasen im Musikgeschäft: Bereits seit rund zehn Jahren stehen die beiden mit "Nessaya", ihrer vierköpfigen Band, auf der Bühne, Daniel spielte zudem bis vor Kurzem noch Schlagzeug bei "Project 54". Dass die beiden jetzt auch mit Acoustic-Gitarre und Klavier musikalisch unterwegs sind, war Zufall. "Das erste Mal haben wir in der evangelischen Kirche in Konz gespielt", erinnert sich Daniel Bukowski, "da sollten wir eigentlich als Nessaya auftreten, das ging aber terminlich nicht mit allen. Da haben wir gedacht, wir machen das einfach zu zweit." Daniel ließ die Drumsticks zu Hause und nahm stattdessen die Acoustic-Gitarre in die Hand, dazu setzte sich Gert ans Piano. "Dann haben wir ein Programm aufgebaut und danach kamen die Auftritte", so Gert Bukowski, der ältere der beiden Brüder. Ihr erster offizieller Auftritt war in Esch in Luxemburg, inzwischen können sie auf über 30 Auftritte seit 2004 zurückblicken. Und die waren nicht nur in der Region. Auch nach Luxemburg, Potsdam, Belgien und Österreich hat es das Duo schon verschlagen. So vielfältig wie ihre Auftrittsorte ist auch das Repertoire der beiden: Von Prince bis Green Day, über "Fields of Gold" von Sting bis zu Xavier Naidoo und "Drive" von Incubus verleihen sie bekannten Songs und auch ihren eigenen Liedern ein neues Gesicht durch Acoustic-Cover-Versionen. Zu einem besonderen Ereignis werden die Auftritte nicht nur durch die speziellen Arrangements, sondern auch dank eines Instruments namens Cajon, "eine peruanische Kiste", wie Daniel es kurz und bündig erklärt. Diese Kiste aus Holz, auf der der Musiker sitzt und vorne draufschlägt, simuliert ein Schlagzeug. "Ich habe das mal gesehen bei einer Band, als ich mit Project 54 unterwegs war, und ich empfinde es als sehr bereichernd für unser Programm", so der 22-Jährige.Erste CD bald im Handel

Einen weiteren Schritt sind die beiden nun gegangen: Am 19. August feiern sie die Veröffentlichung ihres ersten Albums, "Tunessy and Friends live", das dann ab 26. August im Handel und im Internet erhältlich sein wird. Entstanden ist das Album bei einem Konzert am 17. März in Trier. Wie auch Leute aus dem Publikum die beiden gern bei Auftritten gesanglich unterstützen dürfen, so waren an diesem Abend ausnahmsweise mal befreundete Musiker mit dabei. Ob Rapper, DJ, Mundartsänger oder Solosänger als Begleitung - die Auswahl ist sehr vielseitig. Dabei war der Schritt, ein Album zu machen, eigentlich nie geplant. "Aber die Leute fragten immer nach einer CD", so Gert Bukowski. So erfolgreich sie aber auch als "Tunessy" sind, "Nessaya" soll weiter die Hauptrolle spielen. "Tunessy" ist Spaß an der Musik, aber vor allem "Brötchengeber", wie beide betonen. Denn, und das müssen sie nach vielen Jahren immer noch zur Kenntnis nehmen: "Mit eigenen Songs erfolgreich zu sein, ist echt schwierig." Vielleicht kommt er ja irgendwann mal wieder, dieser glückliche Zufall. Nächste Termine: 19. August, 15 Uhr, Coyote Café; und um 20 Uhr beim Open-Air Festival am "Blockhaus" in Konz.