Musikalische Grüße aus den USA
Neuhütten/Züsch · Wenn der Musikverein Harmonie Neuhütten zum Jahreskonzert aufspielen will, ist das eigene Bürgerhaus viel zu klein. Die große Mehrzweckhalle Züsch fasst rund 400 Besucher. Sie hörten sich am Samstagabend das Ergebnis monatelanger Probenarbeit an. Dabei drehte sich alles um Musik aus Amerika.
Neuhütten/Züsch. Bei ihrem Konzert in Züsch haben die Neuhütter Musiker in der Mehrzweckhalle Züsch erneut gezeigt, dass sie oberklassentauglich sind. Schwerpunkt des Programms war diesmal Musik amerikanischer Komponisten, bis hin zu Titeln, die Frank Sinatra weltberühmt gemacht haben.
Der große Klangkörper ist sogar um zehn Musiker aus Gastvereinen der Region auf 41 gewachsen.
"Diesmal waren die Proben allerdings sehr schwer", verrät Dirigent Markus Willems. Durch Urlaub, Krankheit und berufliche Verpflichtungen lichteten sich die Reihen in den zurückliegenden drei Monaten immer mehr. "Da haben wir schon mal mit 15 Leuten geprobt, was für die Anwesenden ja auch frustrierend war", blickt der musikalische Leiter zurück.
Doch die Neuhüttener Musiker sind Kämpfer. Sie schafften ein Repertoire, das in seinem Anspruch bis in die Oberstufe reicht. Sogar Platz für eine Showeinlage war noch da.
Flötenkinder als Cheerleader
"Wir haben die Flötenkinder kurzerhand zu Cheerleadern ausgebildet", freut sich Willems.
Zu Stars and Stripes, dem amerikanischen Militärmarsch, zog man musizierend in die Halle. Der Musikpädagoge Stefan Butterbach glänzte bei Somewhere over the Rainbow aus dem Musical Der Zauberer von Oz auf seinen Trompeten.
Valerie Lorscheider spielt nicht nur hervorragend Klarinette, sie sang mit ihrer ausdrucksstarken Stimme auch Eye of the Tiger, die Titelmelodie aus dem Boxfilm Rocky.
Immer wieder standen Solisten in den Stücken auf, um den Kompositionen den besonderen Glanz zu verleihen. Als Moderator hatte der Verein Dechant Clemens Grünebach gewonnen, der in seiner Jugend selbst in einem Verein Flöte spielte.
Das Finale des Abends wurde ganz dem großen Frank Sinatra gewidmet.
Vor der Zugabe mit dem Stück Battle-Hymn of the Republic, erklärte aber Dirigent Willems, was hinter dem musikalischen Schlachtengemälde der amerikanischen Nordstaaten im Bürgerkrieg (1861 bis 1865) steckt.
Sieger dieser Schlacht war das Publikum. "Das war eine gute Auswahl, die ins Ohr geht. Das ist spektakulär gespielt", fand Zuhörer Roger Hotz (46) aus Züsch, nachdem der letzte Applaus verhallt war. doth