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Musikalischer Start ins neue Jahr: Neujahrsempfang des Landkreises Trier-Saarburg diesmal in Reinsfeld

Musikalischer Start ins neue Jahr: Neujahrsempfang des Landkreises Trier-Saarburg diesmal in Reinsfeld

Mit Europafahne und Kreiswappen ist die Kulturhalle in Reinsfeld geschmückt worden. Rund 360 Gäste aus dem gesamten Landkreis Trier-Saarburg und Luxemburg gaben sich zum Neujahrsempfang die Ehre. Tradition ist es bei der Verwaltungsspitze, das neue Jahr mit einem Konzert zu beginnen.

"Der Optimist sieht eine Gelegenheit in jeder Schwierigkeit, der Pessimist eine Schwierigkeit in jeder Gelegenheit", diese weisen Worte eines amerikanischen Sprichwortes sprach Landrat Günther Schartz zum Jahreswechsel beim Empfang des Landkreises. Diesmal wurde das neue Jahr in der Kulturhalle in Reinsfeld begrüßt. Gastgeber und Ortsbürgermeister Rainer Spies freute sich über eine gefüllte Halle: "Das Konzert wird hörenswert."

Traditionell ist ein solcher Abend mit Kultur verbunden. Dirigent Günther Piroth konnte mit dem Kreisjugendblasorchester zeigen, welche Talente in jungen Menschen stecken.
Nach der Begrüßung wurde ein besonderer Gast geehrt, Schartz' Vorgänger im Amt, Richard Groß. Anlass war der 75. Geburtstag des ehemaligen Kreispolitikers. "Happy Birthday" spielte das Orchester dazu.

Nach einem Exkurs durchs abgelaufene Jahr, in dem zunächst die Veränderungen in der Schullandschaft aufgezeigt wurden, mit jeweils 30 Millionen Euro Investitionsvolumen in Schweich und Konz über zehn Jahre hinweg, die Energiewende hin zur Windkraft, einem neuen Konzept im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und die Erweiterung der Abfallwirtschaft in Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich und Daun, kam Schartz auf das Thema zu sprechen, auf das die 360 Zuhörer wohl am gespanntesten warteten: der Zustrom von Flüchtlingen.

Hier knüpfte der oberste Kreisverwalter an seine Ausführungen für das Jahr 2015 an: "Es hat sich gezeigt, dass wir in Deutschland bei all den Konflikten auf der Welt nicht auf einer Insel der Glückseligen leben." Es habe sich aber gezeigt, dass Deutschland für viele Flüchtlinge die rettende Insel ist. "Darauf müssten wir eigentlich stolz sein, wären da nicht so viele offene Fragen", so Schartz weiter. Er sparte die Vorkommnisse von Köln und die Attentate in Paris nicht aus: "Die Probleme prasseln genauso auf die Menschen herab - sie sind verunsichert." Schönreden helfe da nicht, die Bürger erwarten Antworten und Lösungen.

Der Landrat spricht sich ganz klar für eine Integrationspflicht für Flüchtlinge aus und sieht die Beschlüsse gegen einen ungeordneten Zustrom positiv. Besonders gelobt wurde die große Bereitschaft der Bevölkerung, diesen Menschen zu helfen. Danach ging's zum Ausschank. Die Mitglieder des Chorschattens Reinsfeld füllten die Gläser.