Mutter Rosa vor Seligsprechung

HERMESKEIL. Gedenktag für eine eindrucksvolle Persönlichkeit: Das St.-Josefs-Krankenhaus, das Hochwald-Altenzentrum St. Klara und der Kindergarten Rosa Flesch erinnerten anlässlich des 100. Todestages an ihre Ordensgründerin, Mutter Maria Rosa Flesch. Noch in diesem Jahr soll die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen selig gesprochen werden.

Schwester Engeltraud Bergmann, Vize-Postulatorin (Beauftragte für die Seligsprechung) des Waldbreitbacher Ordens, schilderte noch einmal ausführlich das bewegte Leben der Ölmüllertochter aus Schönstatt-Vallendar bei Koblenz: Margaretha Flesch (1826 bis 1906), heute besser bekannt als Mutter Rosa, gehörte neben vielen Ordensgründerinnen im 19. Jahrhundert, in die Reihe der mutigen Frauen, die durch ihren persönlichen Einsatz für die Kranken, Waisen und Benachteiligten eine Antwort gab auf die Nöte der Zeit. Gegen Ende ihrer Ansprache erfuhren die Besucher im vollbesetzten Johanneshaus dann noch, dass Mutter Rosa kurz vor ihrer Seligsprechung steht. "Ich fliege nächsten Monat nach Rom und denke, dass es Mitte Dezember so weit ist", sagte Schwester Engeltraud Bergmann. "Wer weiß, was kommt" intonierte der Chor "Ton in Ton" unter der Leitung von Regional-Kantor Rafael Klar anschließend. In einer umfangreichen Fotoausstellung wurde das Leben und Schaffen der Ordensgründerin, von Kindheit und Jugend bis zur Ordensgründung im Jahre 1863, auch noch einmal bildlich dargestellt. Schwester Sieglinde Gläser, die Konvent-Oberin des St.-Josefs-Krankenhauses und des Hochwald-Altenzentrums St. Klara, zeigte sich hoch erfreut, dass ein derartiges Interesse am Leben der Ordensgründerin besteht. "Heute ist sie in Hermeskeil zu Ehren gekommen", freute sie sich. Mit einem Dankamt in der Martinuskirche, zelebriert von Dechant Clemens Grünebach, wurde der Gedenktag feierlich eröffnet. Den Gottesdienst musikalisch umrahmten die Kindergartenkinder des Kindergartens Rosa Flesch, der Kirchenchor St. Martinus und der Krankenhauschor den Gottesdienst. "Dass die Gedanken Mutter Rosas in Hermeskeil schon lange fest verwurzelt sind, konnte man heute spüren", sagte Schwester Sieglinde Gläser abschließend. Mit Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen über eine außerordentliche Frau ging der Gedenktag zu Ende.

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