Nationalpark im Hunsrück soll im Frühjahr 2015 öffnen

Nationalpark im Hunsrück soll im Frühjahr 2015 öffnen

Der Fahrplan für den weiteren Weg zum länderübergreifenden Nationalpark im Hunsrück steht: Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) und ihre saarländische Amtskollegin Anke Rehlinger (SPD) haben am Donnerstag in Neuhütten angekündigt, dass voraussichtlich im Frühjahr 2015 der Nationalpark eröffnet werden kann.

Der Nationalpark im Hunsrück soll auf einer etwa 10.000 Hektar großen Staatswaldfläche entstehen, die sich über die vier Landkreise Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg und St. Wendel erstrecken wird.

Die beiden Umweltministerinnen Ulrike Höfken (Grüne) und ihre saarländische Amtskollegin Anke Rehlinger (SPD) hatten zuvor das Ergebnis der Entscheidungen in den etwa 100 Orts- und Verbandsgemeinderäten der betroffenen Region bewertet und von einer "überwältigenden Zustimmung" gesprochen.

Insgesamt haben mehr als 80 Prozent der Kommunen dem Landeskonzept zum Nationalpark zugestimmt. Am Montag hatten sich auch die Kreistage Birkenfeld und Trier-Saarburg für den Nationalpark ausgesprochen. Der Kreistag Bernkastel-Wittlich war dagegen. Das klare Ergebnis bewerteten beide Ministerinnen als Auftrag der Hochwald-Region, dass es mit dem Nationalpark-Projekt weitergehen soll.

Im neuen Jahr wird in beiden Ländern das Gesetzgebungsverfahren anlaufen, für das eine Dauer von neun Monaten angesetzt ist. "Diese einzelnen Nationalpark-Gesetze werden wir dann mit einem Staatsvertrag zwischen beiden Bundesländern verknüpfen", sagte Höfken. Eine Zustimmung der Landtage vorausgesetzt soll der Nationalpark dann im Frühjahr 2014 eröffnen.

Parallel zum Gesetzgebungsverfahren wird es ab Januar 2014 zudem ein sogenanntes Starter-Team geben, das mit circa sieben Mitarbeitern seinen Sitz im Forstamt Birkenfeld haben Es soll auch als vorläufige Anlaufstelle für Gäste dienen.

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