Neu im Krankenhaus Saarburg: Station für Psychosomatik, Oberarzt Robert Kornbrust

Kostenpflichtiger Inhalt: Medizin : Eröffnet: Neue Station für Psychosomatik in Saarburger Klinik

Das Kreiskrankenhaus hat eine zusätzliche Station für Psychosomatik eröffnet und einen neuen Leitenden Oberarzt für diesen Bereich eingestellt.

Die Zahl der Krankheitstage aufgrund psychischer Probleme hat stark zugenommen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Fehltage von Arbeitnehmern aus diesem Grund mehr als verdreifacht, wie die DAK-Gesundheit in ihrem Psychoreport 2019 feststellt. 2018 sind demnach 2,2 Millionen Menschen in Deutschland betroffen gewesen.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass festgestellt wurde, dass es in der Region Trier zu wenig Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit psychischen Erkrankungen gibt. Die Folge: In den aktuellen Landeskrankenhausplan wurde aufgenommen, dass die Kliniken, die in der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg Anlaufstellen für Menschen mit solchen Erkrankungen sind, ihr Angebot erweitern. Die drei Kliniken sind das Saarburger Kreiskrankenhaus, das Hermeskeiler St.-Josef-Krankenhaus und das Klinikum Mutterhaus in Trier (siehe Info II). Das Saarburger Haus hat das Behandlungsangebot seiner psychiatrischen Abteilung nun wie geplant erweitert. Im Januar wurde zu der seit 16 Jahren bestehenden psychosomatischen Station eine weitere Station dieser Art mit 20 Betten zur vollstationären Behandlung eröffnet. Verwaltungsdirektor Matthias Gehlen erklärt: „Das Saarburger Krankenhaus verfügt nunmehr über 40 Betten in der Psychosomatik/Psychotherapie sowie über die bereits etablierte Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit 20 Plätzen.“

Die räumlichen Voraussetzungen für die Erweiterung in Saarburg wurden in den vergangenen Monaten geschaffen, ohne dass andere Leistungsbereiche dabei eingeschränkt wurden. Die zusätzliche Station ist – auch aufgrund der Einstellung neuer Mitarbeiter – mit einem multiprofessionellen Team aus dem ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Bereich in Betrieb gegangen. Seit Januar ist Robert Kornbrust neuer Leitender Oberarzt der Psychosomatik. Robert Kornbrust ist Facharzt für Neurologie; Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Er arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Psychosomatik und war in den vergangenen sechseinhalb Jahren als Leitender Oberarzt tätig.

Die Personalsuche für die Psychiatrie ist aber nicht abgeschlossen, denn im aktuellen Landeskrankenhausplan stehen der Saarburger Klinik weitere 20 vollstationäre Betten zur Verfügung. Dr. Gerald Gaß, seit Bestehen der Kooperation des Saarburger Hauses mit dem Landeskrankenhaus im Oktober 2019 Geschäftsführer, sagt: „Wir werden das Jahr 2020 nutzen, um weiterhin gezielt neue Mitarbeiter zu werben, damit wir in Zukunft die im Krankenhausplan vorgesehene psychiatrische Vollversorgung anbieten können.“

Den Verantwortlichen ist bewusst, dass sie bei der Werbung um neue Mitarbeiter auf einem hart umkämpften Markt agieren. Gaß: „Wir sind aber davon überzeugt, mit den Vorteilen des Kreiskrankenhauses als familiäres und regionales Krankenhaus punkten zu können.“

Die psychiatrische Vollversorgung umfasst alle psychiatrischen Diagnosen wie zum Beispiel auch Psychosen. Derzeit werden psychische Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum der Psychosomatik behandelt wie depressive Störungen, Zwangs- und Angststörungen sowie schwere Belastungs- und Anpassungsstörungen. Zudem werden organisch/funktionelle Beschwerden wie Herzrasen, Magen-Darm-Probleme und Tinnitus behandelt.