Neuauflage nötig

Im Mai 2004 - 50 Jahre nach ihrer Gründung - veröffentlichte die 213 Einwohner zählende Hochwaldgemeinde Vierherrenborn die erste Auflage ihrer Ortschronik. Inzwischen sind alle Exemplare vergriffen. Deshalb wurde eine Neuauflage des 464 Seiten starken Buches erforderlich.

Stolz präsentiert Vierherrenborns Ortsbürgermeister Franz Mersch die neu aufgelegte Ortschronik. TV-Foto: Hans Muth

Vierherrenborn. Rechtzeitig zur Geburtstagsfeier der Gemeinde war sie fertig. Der Heimatforscher Dittmar Lauer aus Kell sowie weitere sieben Autoren und Autorinnen stellten im Jahr 2004 die Chronik von Vierherrenborn zusammen. 50 Jahre wurde seinerzeit die von Vertriebenen des Zweiten Weltkriegs gegründete Kommune alt. Die 350 Exemplare der ersten Auflage waren schnell weg. Denn das Buch fand im Ort selbst und weit über dessen Grenzen hinaus einen so großen Anklang, dass die Gemeindeväter nicht umhinkamen, dieses Werk neu aufzulegen. 50 Jahre Dorfgeschichte auf 464 Seiten

Aber erst private Spenden machten den Druck der Zweitauflage möglich, weil Projekte wie der Umbau des Bürgerhauses die finanziellen Mittel der Kommune derzeit doch erheblich einschränken. Vorgestellt wurde die zweite Auflage eben wegen des Umbaus der ehemaligen Schule in Vierherrenborn im Historischen Bahnhof in Kell am See. "Mit seinen nur etwas mehr als 50 Jahren kann kein anderer Ort im Hochwald seine Geschichte von der Entstehung bis zur Gegenwart so gut dokumentieren wie Vierherrenborn", sagt Autor Lauer.Das 464 Seiten umfassende Werk, mit rund 150 Fotos angereichert, beschreibt die Siedlungsgeschichte und den Werdegang der einzelnen 42 Siedlerfamilien. Konrad Marx berichtet über den Zweiten Weltkrieg, Eleonore Kochan über das Feuerwehrwesen, Erika von Wenzlawowicz über die Frauengemeinschaft, Sabine Baro über den Kindertreff, Christa Mersch über die Renovierung der Kapelle "Maria Königin", Helmut Marx beschreibt Erlebnisse und Erinnerungen und Josef Maier nimmt schließlich den Aufschwung der Landwirtschaft unter die Lupe.