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Neubau der Moselbrücke erst in zwei Jahren

Neubau der Moselbrücke erst in zwei Jahren

Die vielbefahrene Mosel-Brücke zwischen Wellen und Grevenmacher wird noch ungefähr zwei Jahre in Betrieb bleiben. Dann soll sie durch einen Neubau ersetzt werden. Ursprünglich war schon für dieses Jahr angestrebt, mit dem Bau der neuen Brücke zu beginnen.

Wellen/Grevenmacher. (jbo) Pendler, die täglich mit dem Auto über die Moselbrücke zwischen Wellen und Grevenmacher zur Arbeit nach Luxemburg fahren, haben noch rund zwei Jahre "Schonfrist". Dann wird die jetzige Brücke abgerissen, weil sie in einem sehr schlechten baulichen Zustand ist. Bis die neue Brücke an gleicher Stelle befahrbar ist, wird die Straße nach Grevenmacher für mehrere Monate voll gesperrt. Diese Vereinbarung wurde jetzt von Vertretern des deutschen Verkehrsministeriums und dem luxemburgischen Ministerium für Infrastruktur unterschrieben. Die Bauausführung ist darauf ausgelegt, die Anbindung Grevenmachers so lange wie möglich zu gewährleisten. "Die neue Brücke wird größtenteils in Luxemburg vormontiert und anschließend über die Mosel eingeschwommen", erklärt Luxemburgs Infrastruktur-Minister Claude Wiseler den Plan. Wiseler weiter: "Neben der bestehenden Brücke wird der Neubau dann auf provisorischen Lagern endgültig zusammengesetzt. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, erfolgt der Abbruch der bestehenden Brücke." Während des Abbruchs und des anschließenden Querverschubs des Neubaus sei eine Vollsperrung unvermeidbar.

Karl-Heinz Frieden, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Konz, rechnet damit, dass die Vollsperrung rund vier Monate dauern wird. "So lange müssen großräumige Umwege in Kauf genommen werden", bedauert Frieden. Die VG sei in die Planung des Brückenneubaus nicht eingebunden. "Die Federführung für die Moselbrücken liegt in Luxemburg, Deutschland ist für die Brücken über die Sauer zuständig", erläutert er. Pläne, für die Pendler zunächst mit einer Brücke über den Merterter Hafen einen Anschluss an die Autobahn nach Luxemburg zu schaffen, existieren zwar, können aber, wenn überhaupt, erst mittelfristig umgesetzt werden. "Der Neubau der Brücke zwischen Wellen und Grevenmacher muss prioritär durchgeführt werden, um eine dauerhafte Verkehrsanbindung zwischen Deutschland und Luxemburg in Grevenmacher zu gewährleisten", sagt Minister Wiseler.

Wenn im nächsten Jahr das Abkommen über den Brückenneubau zwischen den beiden Ländern endgültig in Kraft tritt, könne anschließend die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen. "Bis zu diesem Zeitpunkt sind keine größeren Maßnahmen an der alten Brücke vorgesehen", stellt Wiseler klar.

Der Neubau werde eine Einbogenbrücke, sagt Bürgermeister Frieden. Optisch werde das einen ganz anderen Eindruck hinterlassen.

"Es ist zwar etwas teurer, aber die luxemburgischen Verhandlungsführer haben sich durchgesetzt", weiß der VG-Chef. Die Kosten des Projekts wurden noch nicht beziffert.