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Neue Chefärzte der Anästhesie und Intensivmedizin im St. Josef-Krankenhaus in Hermeskeil

Personalien : „Wir sind so etwas wie die Hausärzte im Krankenhaus“

Dr. Albrecht Seiter ist in den Ruhestand gegangen. Neue Chefärzte der Anästhesie und Intensivmedizin im Hermeskeiler St. Josef-Krankenhaus sind Dr. Eva Ewers und Dr. Alexander Sudahl.

Zweimal hatte er seinen Vertrag verlängert, Ende März nun war endgültig Schluss. Nach mehr als 23 Jahren in Diensten der Marienhaus-Unternehmensgruppe ist Dr. Albrecht Seiter als Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin des Hermeskeiler St.-Josef-Krankenhauses in den Ruhestand gegangen. Bei der Nachfolgeregelung setzt der Träger auf eine interne Lösung und damit auf Kontinuität, was Albrecht Seiter gut findet. Dr. Eva Ewers und Dr. Alexander Sudahl, die viele Jahre als Oberärzte mit Seiter zusammengearbeitet haben, werden die Abteilung im Kollegialsystem leiten.

 Albrecht Seiter, in Baden-Baden geboren und aus einer Winzerfamilie stammend, hat in Homburg Medizin studiert. Bevor er im September 1997 als Chefarzt nach Hermeskeil kam, war er lange Jahre als Oberarzt im Klinikum auf dem Winterberg in Saarbrücken tätig. Zusätzlich zu seiner Aufgabe in Hermeskeil – dies war sein Hauptstandort, hier hat er sich auch immer wohl gefühlt, wie er betont – übernahm er mit den Jahren auch die Leitung der Anästhesie in den Krankenhäusern in Wadern (von 2007 bis zur Schließung des Hauses Ende 2017) und in Lebach (2010 bis Ende 2019). Dass der Hochwald-Verbund hätte funktionieren können, davon ist er immer noch überzeugt. Die Schließung von Wadern und Lebach schmerzen ihn deshalb sehr, wie er offen zugibt. Jahrelang war Seiter auch Ärztlicher Direktor in Hermeskeil und hat sich auf Trägerebene in vielen Projekten engagiert und dort auch die Ausbildung zum Personalentwickler gemacht.

 Etwas anderes als die Anästhesie und Intensivmedizin wäre für Albrecht Seiter nie in Frage gekommen. Denn sie ist ein Querschnittsfach. „Wir sind so etwas wie die Hausärzte im Krankenhaus“, bringt er es anschaulich auf den Punkt. Und für dieses Querschnittsfach brauche man ein breites medizinisches Wissen. Denn neben den unterschiedlichen Narkosen kümmert sich der Anästhesist zusammen mit den chirurgischen und internistischen Kollegen intensivmedizinisch um die Patienten. Zudem ist er verantwortlich für die Notfallmedizin und damit für den Rettungsdienst und übernimmt die schmerztherapeutische Behandlung von Patienten. Damit ist nun seit Ende März Schluss. Aber Albrecht Seiter weiß seine Abteilung in guten Händen.

Dr. Eva Ewers stammt aus Essen, hat in Münster Medizin studiert und ist mit Leib und Seele Anästhesistin. Im Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier hat sie ihren Facharzt gemacht und in dieser Zeit auch immer wieder im St.-Josef-Krankenhaus in Hermeskeil ausgeholfen. Seit 2007 arbeitet sich dort als Oberärztin.

 Dr. Alexander Sudahl stammt aus Schwäbisch-Hall, hat in Heidelberg Medizin studiert und im Städtischen Krankenhaus in Neunkirchen 1996 seine erste Stelle in der Anästhesie angetreten. Wegen der Notfallmedizin hat er sich für die Anästhesie entschieden, wie er sagt. Beim Jugendrotkreuz und als Sanitäter bei der Bundeswehr sei er auf den Geschmack gekommen. Über Neunkirchen und Völklingen kam Sudahl dann im Juli 2004 nach Wadern und blieb dort, bis das Haus Ende 2017 geschlossen wurde. Seither ist er in Hermeskeil tätig.

 Eva Ewers und Alexander Sudahl – beide waren Stellvertreter Seiters,  liegen fachlich auf einer Linie,  sind selbständiges Arbeiten seit vielen Jahren gewohnt, aber gleichzeitig bekennende Teamplayer. Warum also nicht als Doppelspitze die Abteilung leiten? Die Idee hatte Alexander Sudahl. „Aber ich musste nicht lange überlegen“, sagt Eva Ewers.  So leiten die beiden nun die Anästhesie und Intensivmedizin des St. Josef-Krankenhauses.