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Neue Freundschaftsbande geknüpft

Neue Freundschaftsbande geknüpft

Viel Spannendes erlebten die Gäste von der polnischen Partnerschule des Schengen-Lyzeums bei ihrem Besuch in Perl. Inzwischen sind die zehn polnischen Schüler mit ihrer Lehrerin wieder zurück in ihre Heimat gereist. Der Austausch soll fortgesetzt werden.

Perl. Von den saftig-grünen Weinbergen kann Dorota Kucza nicht genug bekommen. "Eine wunderschöne Landschaft", findet sie. Die sympathische Lehrerin aus dem polnischen Gliwice kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus.
Aber auch von ihren Gastgebern ist die Deutschlehrerin begeistert - ebenso wie ihre zehn Schützlinge. Zehn Tage lang waren die Gymnasiasten, alle zwischen 14 und 16 Jahre alt, und ihre beiden Lehrerinnen zu Gast im Schengen-Lyzeum.
Neues Gebäude eingeweiht



Mit ihren deutschen und luxemburgischen Freunden weihten sie das neue Gebäude der binationalen Schule ein. Was für die Jugendlichen darüber hinaus genau so wichtig ist: Beide Schulen sind fest offizielle Partner - mit Urkunde. Dafür setzten Volker Staudt, Schulleiter des Schengen-Lyzeums, und Geschichtslehrerin Renata Dudek aus Polen ihren Namenszug auf das Papier.
Dass die Oberschlesier und die Leute von der Obermosel zusammengefunden haben, verdanken sie der Initiative von Joanna Weiand. "Ich wollte, dass es eine Partnerschaft zwischen dem Schengen-Lyzeum und einem Gymnasium aus der Stadt gibt, in der ich geboren wurde", sagt die Ehefrau von Lehrer Michael Weiand. So machte sich das Ehepaar auf die Suche im Internet - und wurde fündig. "Die Profile beider Schulen passten nach unserem Eindruck sehr gut zusammen" - ein Gefühl, das sich im Laufe der Zeit bestätigen sollte. Also machte sich das Ehepaar auf nach Polen - zum Beschnuppern.
Über den ersten Besuch Ende Oktober des vergangenen Jahres geraten Schüler wie Steffen Lackas, Laura Bastuck, Morgane Kneip und Natalja Orlova immer noch ins Schwärmen - von der tollen Gastfreundschaft etwa, und den reich gedeckten Tischen, den interessanten Ausflügen während "einer insgesamt tollen Zeit". Sprachbarrieren? - Keine Spur. "Die Leute aus Gleiwitz können gut bis sehr gut Deutsch sprechen", sagen die Leute vom Schengen-Lyzeum unisono.

Bleibende Erinnerungen


Im Gedächtnis haften nach Darstellung der Schüler die "schrecklichen Bilder", mit denen sie bei der Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau konfrontiert wurden. Und noch eines nahmen sie mit nach Hause: In polnischen Schulen herrschen viel strengere Regeln als in Deutschland. Die Einweihung der neuen Schule in Perl wurde gemeinsam mit den neuen Freunden aus Polen ausgiebig gefeiert - eingeschlossen Ausflüge und Grillabend. "Dafür haben wir original schlesische Würste organisiert", lacht Michael Weiand. "Und die waren schneller weg als alle anderen Grillspezialitäten, die wir auf dem Schwenker hatten."