Neue Gusenburger Dorfbegleiterin will Projekte anstoßen und Bewohner besser vernetzen

Unterstützung für die Gemeinde Gusenburg : Dorfbegleiterin will Projekte anstoßen und Bewohner besser vernetzen

Hiltrud Pawlik ist ab Januar ehrenamtliche Dorfbegleiterin in Gusenburg. Als Bindeglied zu den Bürgern möchte sie sich besonders um die Senioren kümmern.

Die Gemeinde Gusenburg folgt dem Beispiel von Züsch und Neuhütten. Beide Dörfer haben 2017 gemeinsam eine Dorfbegleiterin auf 450-Euro-Basis ernannt, die als Bindeglied zu den Bürgern fungiert, mit Dorfbewohnern Projekte anstößt und bei deren Umsetzung hilft. Solche ehrenamtlichen Unterstützer gibt es im Raum Konz, Saarburg und Hochwald in mehreren Orten, beispielsweise seit längerer Zeit in Kastel-Staadt und Mannebach.

Die Gusenburger veröffentlichten vor kurzem eine Stellenanzeige – und fanden Hiltrud Pawlik. Der Gemeinderat hat sie am Dienstagabend einstimmig zur Dorfbegleiterin gewählt. Das Modell zielt darauf ab, die Ortschefs und Räte bei ihren vielfältigen Aufgaben zu entlasten. Dorfbegleiter sollen in Kontakt mit Bürgern und Verwaltung Ideen für eine positive Dorfentwicklung aufgreifen und voranbringen. Honoriert wird das Ehrenamt mit einer Aufwandsentschädigung von 450 Euro monatlich. In den ersten drei Jahren übernimmt die Kreisstiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ davon 300 Euro.

Hiltrud Pawlik stammt aus Niedersachsen, lebt aber seit 30 Jahren im Hochwald. „Die Region ist zu meiner Heimat geworden“, betonte sie bei ihrer Vorstellung. Sie hat in Trier studiert und ihren Abschluss als Diplom-Geografin gemacht. Sie arbeitete für Landschaftsarchitekten, gründete später als Freiberuflerin ein eigenes Büro, um Zeit für ihre Familie zu haben. Außerdem war sie als ökologische Fachkraft beim Naturpark Saar-Hunsrück und im Bereich Catering tätig: „Ich verknüpfe und vernetzte gern und helfe dabei, Projekte umzusetzen.“

Laut Ortsbürgermeister Siegfried Joram sind das „ideale Voraussetzungen“ für eine Dorfbegleiterin. Pawlik kenne auch die Gemeindepolitik, sei aktuell Mitglied im Bauausschuss und engagiere sich schon ehrenamtlich im Ort. Wie Joram zählt die 61-Jährige zu den Gründern der Regionalgruppe Blühende Landschaft, die sich für den Schutz von heimischer Umwelt und Insekten einsetzt.

Laut dem Ortschef gibt es in Gusenburg ältere Menschen, die als Zugezogene schwer Zugang zu den „Cliquen“ der Alteingesessenen finden. „Da brauchen wir einen Ansprechpartner, der sie mit anderen zusammenbringt.“ Pawlik versprach, einen Fokus auf die Senioren zu legen. Als eine mögliche Aufgabe sieht sie zudem, den in der Verbandsgemeinde Hermeskeil geplanten Bürgerbus im Ort bekanntzumachen.